In Lac-Mégantic beginnt die Trauerarbeit

Eine Woche nach der Zugkatastrophe im kanadischen Lac-Mégantic ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 28 gestiegen. Fünf von ihnen konnten bislang identifiziert werden. Noch immer werden über 22 Personen vermisst. Hoffnung, dass sie überlebt haben, hat niemand mehr.

Trauernde in Lac-Mégantic marschieren mit Rosen in den Händen. (reuters)

Bildlegende: Kleine Schritte zurück in die Normalität: Nach der Katastrophe in Lac-Mégantic trauert die ganze Stadt. Reuters

In Lac-Mégantic geht die Suche nach Todesopfern weiter. Vier weitere Leichen konnten identifiziert werden. Am Freitag wurde als erstes eine 93-jährige Frau identifiziert – anhand einer Metallplatte in ihrer Hüfte.

Noch immer werden 22 Personen vermisst. Die Polizei geht allerdings nicht davon aus, dass sie überlebt haben. Sie rechnet mit 50 Todesopfern.

Derweil gehen die aufwendigen Bergungsarbeiten weiter voran, rund 200 Polizisten und Ermittler suchen immer noch nach Spuren zum genauen Hergang der Katastrophe in der kanadischen Provinz Québec.

Vor einer Woche entgleiste in Lac-Mégantic ein Güterzug mit 72 Kesselwagen voll Rohöl. Der Zug und seine Fracht explodierten darauf. Das brennende Öl entfachte einen Grossbrand und zerstörte die Innenstadt des Städtchens.