In Pakistan sterben über 100 Menschen bei Bombenexplosionen

Bei einer Serie von Explosionen sind in Pakistan 114 Menschen getötet und über 230 verletzt worden. Besonders schlimm traf es die südwestpakistanische Provinzhauptstadt Quetta, wo im Laufe des Tages drei Sprengsätze detonierten.

Video «Brutale Anschläge in Pakistan» abspielen

Brutale Anschläge in Pakistan

Bombenanschläge in Pakistan kosten über hundert Menschen das Leben.

Zunächst explodierte in Quetta ein Sprengsatz auf einem zentralen Platz. Dabei starben elf Menschen, mehr als 30 wurden verletzt. Das Ziel des Anschlags in der Hauptstadt der Unruheprovinz Balochistan war zunächst unklar. In Balochistan kämpfen vor allem ethnische Gruppen, die mehr Autonomie fordern.

Spital in Quetta

Bildlegende: Hektik vor dem Spital in Quetta: Ambulanzen liefern Verletzte an. reuters

Später wurde ein Billard-Zentrum von zwei kurz aufeinander folgenden Explosionen erschüttert. Dabei starben nach offiziellen Angaben 82 Menschen – darunter auch der Attentäter. Die Zahl der Verletzten wurde mit mehr als 120 angegeben.

Die zweite Bombe sei detoniert, als Menschen zusammenströmten, um den Opfern des ersten Anschlags zu helfen, teilte die Polizei mit. Laut offiziellen Angaben hat es sich dabei um eine Autobombe gehandelt. Die sunnitische Terrorgruppe Lashkar-e-Jhangvi bekannte sich zu der Tat in dem Schiiten-Viertel.

Zuvor schon starben in der Stadt Mingora im nordwestlichen Swat-Tal 21 Menschen bei einer Explosion in einem islamischen Zentrum, in dem muslimische Prediger ausgebildet werden. Mehr als 75 Menschen seien verletzt worden.