Indonesien: Reformer auf der Siegerstrasse

Jakartas Bürgermeister Joko Widodo liegt bei der indonesischen Präsidentschaftswahl vorne. Sein Kontrahent will die Niederlage noch nicht anerkennen.

Joko Widodo (rechts) mit seiner Frau Iriana, beide zeigen das Victory-Zeichen

Bildlegende: Joko Widodo und seine Frau Iriana. Der 53-Jährige hat gute Siegchancen, weil er frei von Korruptionsskandalen ist. Reuters

Bei der Präsidentschaftswahl in Indonesien liegt der Gouverneur der Hauptstadt Jakarta, Joko Widodo, in Führung. Nach ersten Stimmenauszählungen, die von den Wahlbehörden veröffentlicht wurden, erhielt er rund 53 Prozent der Stimmen.


Indonesien wählt einen neuen Präsidenten

4:47 min, aus SRF 4 News aktuell vom 09.07.2014

Sein Kontrahent, der ehemalige General Prabowo Subianto, kommt demnach auf 47 Prozent. Widodos Partei erklärte ihren Kandidaten umgehend zum Sieger. Widodo selbst bedankte sich «beim ganzen indonesischen Volk und bei den Parteimitgliedern, die von morgens bis abends hart gearbeitet haben».

Prabowo weigerte sich aber, seine Niederlage anzuerkennen. Sein Wahlkampfleiter sagte, ihren Umfragen nach sei ihnen der Sieg sicher.

Bei der Wahl entschieden die Indonesier über den Nachfolger von Susilo Bambang Yudhoyono, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Investoren hofften auf einen Sieg des als Reformer gepriesenen Widodo, der bei vielen armen Indonesiern wegen seiner Bodenständigkeit beliebt ist. Sein für nationalistische Rhetorik bekannter Konkurrent Prabowo lag in Umfragen vor der Wahl aber gleichauf.