Infantino ist der neue Fifa-Präsident – das war der Fifa-Kongress

Gianni Infantino wird Nachfolger von Sepp Blatter. Walliser folgt damit auf Walliser. Mit dem Liveticker waren wir bei dem sporthistorischen Ereignis dabei.

Gianni Infantino grüsst mit erhobenen Armen die Delegierten

Bildlegende: Der Ex-Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino hat sich bereits im zweiten Wahlgang durchgesetzt. Keystone

Liveticker zur Fifa-Wahl

  • Gianni Infantino ist der neue Fifa-Präsident.
  • Zwei Wahlgänge waren nötig.
  • Vier Kandidaten standen zur Auswahl.Tokyo Sexwale hatte seine Kandidatur zurückgezogen.
  • Am Vormittag stimmten die Delegierten in grosser Mehrheit für ein neues Reformpaket.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 19 :28

    Das war der grosse Tag der Fifa in Zürich. Wird nun alles anders? An der Spitze jedenfalls besteht Kontinuität. Auf den Walliser Blatter folgt der Walliser Infantino. Klingt ein bisschen nach «Zurück in die Zukunft». Zwischen Blatters Geburtsort Visp und Infantinos Geburtsort Brig liegen übrigens kaum zehn Kilometer.

    Das neue Reformpaket schränkt die Macht des Fifa-Präsidenten klar ein, aber Infantino hat die Chance, der Fifa bis zur nächsten Wahl 2019 ein neues Image zu geben.

    Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Interesse und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Es wird auch wieder Fussball gespielt...

  • 19 :24

    Peter Gilliéron, Präsident des Schweizer Fussballverbandes (SFV), begrüsst ebenfalls die Wahl Infantinos. Er sei «der richtige Mann für den Job».

    Video «Peter Gilliéron zur Wahl Infantinos» abspielen

    Peter Gilliéron zur Wahl Infantinos

    1:07 min, vom 26.2.2016

  • 19 :12

    Auch Sepp Blatter hat sich zur Wahl Infantinos geäussert. Dieser sei ein «würdiger Nachfolger». Infantino habe «alle Qualitäten, meine Arbeit fortzusetzen und die Fifa wieder zu stabilisieren», erklärte der von der Fifa-Ethikkommission für sechs Jahre suspendierte Blatter. Infantino zeichne sich durch seine «Erfahrung, Kompetenz, strategische und diplomatische Fähigkeiten» aus.

  • 19 :09

    Gianni Infantino wird als neuer Fifa-Präsident weniger zu sagen haben als seine Vorgänger. Wie sich die Macht verschiebt, können Sie hier lesen.

  • 18 :46

    Englands Fusballlegende und TV-Experte Gary Lineker kommentiert gewohnt süffisant die Fifa-Wahl. Ihn beschleicht das Gefühl, dass Gianni Infantino eigentlich Sepp Blatter ist.

  • 18 :30

    Wer ist eigentlich Gianni Infantimo? Genau wie sein Vorgänger ist er Walliser. Und sonst? Ein Porträt über den 45-Jährigen finden Sie hier.

  • 18 :17

    Per sofort steht Gianni Infantino an der Spitze des Weltfussballverbandes. In seiner ersten Rede in neuer Funktion sagte er: «Die FIFA hat harte Momente hinter sich, Krisenmomente. Aber das ist jetzt vorbei. Wir möchten den Respekt der ganzen Welt. Wir werden mit Hingabe arbeiten, so dass wir uns wieder auf dieses wundervolle Spiel konzentrieren können.»

  • 18 :10

    Die Fifa verkündet den neuen Präsidenten.

  • 18 :01

    Das ist es für Gianni Infantino! Wieder wird ein Schweizer Fifa-Präsident.

  • 18 :00

    Und das ist das Ergebnis des zweiten Wahlgangs:

    Gianni Infantino: 115 Stimmen
    Scheich Salman: 88 Stimmen
    Prinz Ali: 4 Stimmen
    Jérôme Champagne: 0 Stimmen

  • 17 :57

    So ganz ohne Fifa-Skandal geht es auch heute nicht. Fifa-Funktionär Rafael Esquivel kann an die USA ausgeliefert werden. Der Venezolaner hat die Beschwerde gegen die Auslieferung zurückgezogen, die er beim Bundesgericht eingereicht hatte. Esquivel war am 27. Mai zusammen mit sechs anderen Fifa-Funktionären auf Ersuchen der USA in Zürich festgenommen worden. Vor der amerikanischen Justiz wird er sich wegen Korruption verantworten müssen.

  • 17 :45

    Die Wahlzettel sind abgegeben. Jetzt geht es wieder ans Auszählen. Ob einer der Kandidaten die Mehrheit von 104 Stimmen bekommt ist unklar. In jedem Fall müssen wir uns von einem der vier Kandidaten verabschieden.

  • 17 :34

    Doppeldeutigkeit bei der Fifa? Fifa-Experte Jean François Tanda über die Menschenrechte.

  • 17 :23

    Das dauert jetzt wirklich lang. Vielleicht sollte man der Fifa mal sagen, dass sich Transparenz und Effizienz nicht ausschliessen...

  • 17 :16

    Sie verpassen übrigens nichts. Die Stimmabgabe zum zweiten Wahlgang läuft und läuft. Zur Zeit ist Buchstabe O dran. O wie Oman.

  • 16 :58

    SRF-Kollegin Steffi Buchli interpretiert die Stimmenauszählung auf ihre Art...

  • 16 :49

    Erstmals seit 1974 muss bei der Fifa-Präsidentenwahl ein zweiter Durchgang begonnen werden. Zuletzt mussten die Fifa-Mitglieder beim Kongress vor 42 Jahren in einem weiteren Wahlgang abstimmen. Damals bezwang João Havelange aus Brasilien den Engländer Stanley Rous.

  • 16 :39

    Fifa-Experte Jean François Tanda ist für das SRF vor Ort. Seine Einschätzung nach dem ersten Wahlgang: «Ich halte es für unwahrscheinlich, dass der Präsident nach dem zweiten Wahlgang ermittelt ist. Solange nicht klar ist, welche Empfehlung Prinz Ali abgibt, weiss man auch nicht, ob seine Stimmen an Infantino oder an Salman gehen.»

  • 16 :29

    Nun wird wieder Verbandsvertreter nach Verbandsvertreter in alphabetischer Reihenfolge an die Urne gerufen.

  • 16 :26

    Sepp Blatter im Exklusiv-Interview bei SRF: Der scheidende Fifa-Präsident äussert sich gegenüber der «Tagesschau» exklusiv zu den heute beschlossenen Fifa-Reformen. Er sei stolz darauf, sagt der Walliser. Schliesslich habe er das Reformpaket vorbereitet. Wie der neue Präsident heisse, sei nun nicht mehr so wichtig.

    Video «Joseph S. Blatter: «Bin stolz auf die beschlossenen Reformen»» abspielen

    Joseph S. Blatter: «Bin stolz auf die beschlossenen Reformen»

    1:05 min, vom 26.2.2016

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • FOKUS: Die wichtigsten Fifa-Reformen

    Aus 10vor10 vom 25.2.2016

    Am Fifa-Kongress in Zürich soll nicht nur ein neuer Präsident bestimmt werden, sondern auch das von langer Hand ausgearbeitete Reformpaket behandelt werden. «10vor10» zeigt, was für Reformen das sind und welche Rolle die grossen Fifa-Geldgeber spielen.

  • Vor dem FIFA-Kongress

    Aus Tagesschau vom 25.2.2016

    Am FIFA-Kongress morgen in Zürich stehen neben der Wahl des Nachfolgers von Sepp Blatter viele Reformen im Zentrum. Diese müssen von den 209 Landes-Verbänden angenommen werden. Live dazu die Einschätzungen von SRF-Sonderkorrespondentin Monika Schönenberger.

  • Video «Fifa-Report: Auf Blatters Spuren» abspielen

    Fifa-Report: Auf Blatters Spuren

    Aus sportlounge vom 22.2.2016

    Der englische Reporter Andrew Jennings hat 15 Jahre lang die illegalen Machenschaften der Fifa aufzudecken versucht. Als weltweit einziger Journalist wurde er dafür von allen Medienanlässen des Weltverbands ausgeschlossen. Doch nun ist Blatter tatsächlich weg vom Fussball. Bevor auch Jennings sich in den Ruhestand begibt, blickt er zurück auf seinen langjährigen Kampf und berichtet Brisantes.