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International Internationale Kommission schränkt Japans Walfang ein

Die Internationale Walfangkommission (IWC) nimmt Japan an die Kandare. Das Fangprogramm unter dem Stichwort «Wissenschaftlicher Walfang» muss künftig von IWC-Experten abgesegnet werden.

Japanische Fischer putzen Teile eines erlegten Wals.
Legende: Die Internationale Walfankommission will den Walfang-Bedarf der Japaner von Experten prüfen lassen. Keystone

Japan kann in Zukunft unter dem Stichwort «Wissenschaftlicher Walfang» nicht mehr so leicht Tiere erlegen wie bisher. Die Internationale Walfangkommission (IWC) beschloss, Tokio müsse sein Fangprogramm zunächst den IWC-Wissenschaftlern vorlegen, die es auf Stichhaltigkeit prüfen.

Die IWC-Mitgliedstaaten nahmen bei der Jahrestagung im slowenischen Portoroz eine entsprechende Resolution mit 35 gegen 20 Stimmen an. Die IWC-Resolutionen sind für die Mitgliedstaaten rechtlich allerdings nicht bindend.

«Das ist ein grosser Schritt nach vorn zur Einschränkung des Wissenschaftswalfangs», sagte der deutsche Delegationsleiter Walter Dübner. Zwar sei der Beschluss rechtlich nicht bindend, doch habe Tokio schon in Portoroz signalisiert, es werde sein neues Programm den Wissenschaftlern vorlegen.

«Das Schlupfloch der Wissenschaft ist damit zwar nicht abgeschafft, aber es wurde stark eingegrenzt», kommentierte auch die Biologin Sandra Altherr von Pro Wildlife.

Schweizer übernimmt Präsidium

Die Schweiz steht neu an der Spitze der Internationalen Walfangkommission (IWC). Der Biologe Bruno Mainini, der die Schweiz seit 2005 beim IWC vertritt, ist für die kommenden zwei Jahre zum Präsidenten der Kommission ernannt worden. Mainini ist im Fachbereich Artenschutz beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) tätig.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Antonietta Tumminello, Duisburg
    Die Waljagd ist unnütz und ungerecht. Sobald die Wale von diesen sogenannten “Wissenschaftlern vermessen und gewogen worden sind, gehen die Schlachter ans Werk und die Wale werden zerschnitten und für den Markt verpackt. Es geht nur um Geld und nicht um Forschung.
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  • Kommentar von Manfred M., Lugano
    Und was ist mit Taiji??!! Wieder schön ausgeklammert? Nachdem das IOC die diesbezügliche weltweite Petition betreffend der Vergabe der Olympischen Spiele an Tokyo tunlichst ignoriert hat, scheint auch die IWC noch immer nicht eingreifen zu wollen. Und das unfassbare Massaker von Delfinen darf für eine weitere Saison weitegehen. Dabei macht sich Japan nicht mal die Mühe, das als "wissenschaflich" zu deklarieren.
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    1. Antwort von Sigrid Lüber, Wädenswil
      Die Delphintreibjagd in Taiji wurde nicht ausgeklämmert. Sie wurde von Regierungsvertretern mehrerer Länder und auch seitens der NGOs verurteilt. Nicht alle Mitgleidstaaten der IWC akzeptieren, dass diese für alle Wale zuständig ist. Immerhin wurdeauch eine Resolution verabschiedet, die auf den Schutz der hoch-migrierenden Gross- und Kleinwalen abzielt. Es konnte also auch ein Schritt in Richtung Schutz der Kleinwale und Delphine getan werden.
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Wie viele Verbote versanden weiterhin in der Walfang-Abschlachterei der Japaner - . Japan stopft sich weiterhin voll mit Walfleisch unter dem Deckmantel "Wissenschaftswalfang". Schlussendlich schneiden sie sich wunderbar in's eigene Fleisch - denn bald gibt es keine Wale mehr...!
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