Zum Inhalt springen

International Irak: Dutzende Tote bei Terrorserie

Die Gewaltwelle im Irak reisst nicht ab. Ziel neuer Angriffe waren unter anderem schiitische Pilger und Journalisten. Über 60 Menschen sind den Attacken zum Opfer gefallen.

Feuerwehrleute löschen ein brennendes Auto
Legende: Im Irak nehmen Terrorattacken wieder massiv zu. Insbesondere im Norden des Landes, wie hier in Kirkuk. Keystone

Bei einem Angriff auf schiitische Pilger in Bagdad sind mindestens 48 Menschen getötet worden. Etwa 75 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben bei dem Selbstmordanschlag verletzt.

Die Pilger waren unterwegs zu einer heiligen Stätte. Sie befanden sich an einer Kontrollstelle, als ein Selbstmordattentäter sich in die Luft sprengte.

Zwölf Tote bei Anschlag auf Cafe

Bei einem weiteren Selbstmordanschlag in der überwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Balad kamen zuvor mindestens zwölf Menschen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Der Attentäter sprengte sich in einem Cafe in die Luft.

In den vergangenen Monaten hat die Gewalt im Irak deutlich zugenommen. Allein im September kamen nach Angaben der Vereinten Nationen fast 900 Zivilisten gewaltsam ums Leben.

Journalisten im Fadenkreuz

Unbekannte hatten zudem im Norden des Landes zwei Reporter erschossen. Die beiden Fernseh-Journalisten starben bei Dreharbeiten in der Stadt Mossul, die eine Hochburg für Aufständische ist. Sie arbeiteten für den irakischen Sender Al-Scharkija News, der für seine kritischen Berichte über die von Schiiten geführte Regierung bekannt ist. «Ihnen wurde in Kopf und Brust geschossen, sie waren sofort tot», hiess es aus Sicherheitskreisen.

Der Irak gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten. Nach Angaben einer Beobachtergruppe mit Sitz in Bagdad starben seit Beginn des Krieges 2003 mindestens 261 Journalisten.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Ganz ehrlich gesagt, mit den Kriegs-Journalisten habe ich kein Erbarmen, wer sich an die Front begibt, um mit geilen Bildern möglichst viel Kohle zu machen, muss damit rechnen, irgendwann zwischen die Fronten zu geraten, und möglicherweise gar umzukommen. Weshalb denn soll eine Kriegspartei auf Reporter Rücksicht nehmen? Es ist doch nur reine Anmassung, es grenzt gar an Grössenwahn, zu meinen, weil man Reporter sei, habe man irgendwie besondere Fähigkeiten, im Kugelhagel ungeschoren zu bleiben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen