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International Irak warnt: Terroristen besitzen Uran

Der Konflikt im Irak könnte in eine neue gefährliche Phase eintreten. Terroristen seien in den Besitz von Nuklearmaterial gelangt, teilt die Regierung in Bagdad mit. Ob das kiloschwere Gemisch zur Herstellung von Atomwaffen dienen könnte, ist allerdings umstritten.

Ein Warnzeichen für Radioaktivität
Legende: Nuklear-Warnung aus Bagdad: Terroristen sollen im Norden des Landes in den Besitz von Uran gekommen sein. Reuters

Aufständische im Irak sind nach Regierungsangaben an Nuklearmaterial gelangt. Die radioaktiven Stoffe stammten aus der Forschung einer Universität im Norden des Landes, teilte der Irak in einem Brief den Vereinten Nationen mit. Fast 40 Kilogramm von Urangemischen seien in der Uni Mossul gelagert worden.

Der UNO-Botschafter des Iraks rief die Staatengemeinschaft in einem Brief zur Hilfe auf, «um die Bedrohung abzuwenden, dass es von Terroristen im Irak oder anderswo verwendet wird».

Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stellen die niedrig radioaktiven Substanzen vermutlich jedoch kein grosses Sicherheitsrisiko dar. Trotzdem sei ein derartiger Fall immer besorgniserregend. Auch aus US-Regierungskreisen hiess es, die Stoffe enthielten wohl kein angereichertes Uran. Sie könnten kaum zum Waffenbau dienen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Eine korrupte, von den Amerikanern eingesetzte Regierung im Irak, hat scheinbar wieder einmal Nuklearmaterial gefunden. Das hatten wir doch schon einmal, unter Mitwirkung der lächerlichen, amerikanischen Geheimdienste, gehört. Diese unsinnige Meldung ist nur dazu da, die Jagd der Amis nach "mutmasslichen" Terroristen, in der auch viele Frauen und Kinder umkommen, gutzuheissen.
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  • Kommentar von G. Niedermann, Zürich
    Mittels diesem Material können Terroristen ganze Staaten erpressen. Radioaktive Stoffe in falschen und unwissenden Händen ist eine Bedrohung für die ganze Welt, das kann jetzt gar niemand beschönigen und das macht Angst! Es sollte erste Priorität haben, solche Gruppierungen weltweit rigoros zu bekämpfen.
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    1. Antwort von Karl-Heinz Sägesser, Buochs
      Hmmm....können Radioaktive Stoffe/Waffen in den richtigen Händen sein? Wenn ja,wessen Hände wären denn das?Nuklearmaterial das zu kriegerischen Zwecken missbraucht wird ist meiner Meinung nach immer in den falschen Händen.Nun denn,will man solche Gruppierungen per 1.priorität bekämpfen wäre die Welt bald unterbevölkert.Angst macht das nur wenn man das Gefühl hat ewig leben zu können ansonsten ein Fest da man die Möglichkeit hat diesen Affenkasten zu verlassen.
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    2. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Es gibt weltweit nur eine solche Gruppierung, die solche radioaktive Stoffe gegen Zivilisten eingesetzt hat. Zweimal in Japan - volle Kanne auf die Mamas und Kids - und im Heimatland ist auch rund ein Drittel radioaktiv belastet wegen den tausenden Tests... "...rigoros zu bekämpfen" - ihre Worte!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Auch wenn es zum Bau einer A-Bombe nicht genügend angereichert ist. In herkömmlichen Sprengkörpern mit beigesetzt, reicht es eine riesen grosse Schweinerei und grossräumige Verseuchung (Verstrahlung) anzurichten. Man lese mal den "Beipackzettel" zu Kontraindikationen und Nebenwirkungen zum Einsatz von panzerbrechender Uranmunition. Die Sache ist nicht zu unterschätzen.
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