Iran-Atom-Deal: Ende der diplomatischen Wohlfühl-Zone

«Adoption Day» heisst der Stichtag im historischen Atomabkommen mit dem Iran. Von heute an ist die Islamische Republik gehalten, ihr Atom-Programm zurückzufahren. Gespannt schauen die Vertragspartner nach Persien.

Drei Monate nach Abschluss des historischen Atomabkommens mit dem Iran hat die heisse Phase der Umsetzung begonnen. Am Sonntag verstrich die 90-Tage-Frist nach Annahme der Vereinbarung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Ein Mann entfernt die Flaggen der USA und jene des Irans von einem Gesprächspodium.

Bildlegende: Kommen die Iraner ihren Verpflichtungen nach, winken ihnen unter anderem fast 100 Milliarden Dollar an gesperrtem Kap... Keystone

Von diesem Zeitpunkt an («Adoption Day») ist die Islamische Republik gehalten, ihr Atom-Programm zurückzufahren. US-Präsident Barack Obama wies seine Ministerien derweil an, die nötigen Schritte zu einer späteren Aufhebung der amerikanischen Sanktionen einzuleiten.

Meilenstein des Friedens

Die US-Regierung machte unmissverständlich klar, dass der Iran erst nach der Umsetzung der Vereinbarung mit einer Rücknahme der Strafmassnahmen rechnen könne. Auch die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini sprach wie Obama von einem wichtigen Meilenstein.

Hält der Iran das Abkommen ein, erhält er im Gegenzug unter anderem Zugriff auf weit mehr als 100 Milliarden Dollar, die auf eingefrorenen Konten liegen.