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International Iran-Atom-Deal: Ende der diplomatischen Wohlfühl-Zone

«Adoption Day» heisst der Stichtag im historischen Atomabkommen mit dem Iran. Von heute an ist die Islamische Republik gehalten, ihr Atom-Programm zurückzufahren. Gespannt schauen die Vertragspartner nach Persien.

Drei Monate nach Abschluss des historischen Atomabkommens mit dem Iran hat die heisse Phase der Umsetzung begonnen. Am Sonntag verstrich die 90-Tage-Frist nach Annahme der Vereinbarung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Ein Mann entfernt die Flaggen der USA und jene des Irans von einem Gesprächspodium.
Legende: Kommen die Iraner ihren Verpflichtungen nach, winken ihnen unter anderem fast 100 Milliarden Dollar an gesperrtem Kapital. Keystone

Von diesem Zeitpunkt an («Adoption Day») ist die Islamische Republik gehalten, ihr Atom-Programm zurückzufahren. US-Präsident Barack Obama wies seine Ministerien derweil an, die nötigen Schritte zu einer späteren Aufhebung der amerikanischen Sanktionen einzuleiten.

Meilenstein des Friedens

Die US-Regierung machte unmissverständlich klar, dass der Iran erst nach der Umsetzung der Vereinbarung mit einer Rücknahme der Strafmassnahmen rechnen könne. Auch die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini sprach wie Obama von einem wichtigen Meilenstein.

Hält der Iran das Abkommen ein, erhält er im Gegenzug unter anderem Zugriff auf weit mehr als 100 Milliarden Dollar, die auf eingefrorenen Konten liegen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Der Iran wird versuchen, sich alternative Partner suchen, wenn sich der Westen zu lange Zeit lässt. CN und RU müssen jetzt dran bleiben, um ihre Position zu festigen. Später wird es noch mehr Aufwand brauchen, um Fuss zu fassen. Europa wird über kurz oder lang ein Verlierer sein, wenn sie nicht eigenständiger handeln. Man kann mit Unrecht Schlachten gewinnen, einen längeren Krieg eher selten. Das gilt bis jetzt für alle Mächte auf dieser Erde.
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    1. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @Szabo: "CN und RU müssen jetzt dran bleiben, um ihre Position zu festigen." So einen fragwürdigen Kommentar habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Glaube kaum, dass sie sich der Tragweite ihrer Worte bewusst sind. Das Terrorregime Iran durch China und Russland zu stärken heisst den Terror den die Mullah's seit Jahrzehnten weltweit und im eigenen Land ausüben, zu fördern! Irgendwann macht der Hass auf die USA sprichwörtlich blind!
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    2. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @Szabo: "CN und RU müssen jetzt dran bleiben, um ihre Position zu festigen." So einen fragwürdigen Kommentar habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Glaube kaum, dass sie sich der Tragweite ihrer Worte bewusst sind. Das Terrorregime Iran durch China und Russland zu stärken heisst den Terror den die Mullah's seit Jahrzehnten weltweit und im eigenen Land ausüben, zu fördern! Irgendwann macht der Hass auf die USA sprichwörtlich blind!
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Einen Land 100 Mlrd einfrieren nur weil er nicht auf westliche Pfeife tanzt ist Kriegsverbrechen. Ich hoffe, dass eines Tages unsere Politiker sich für ihre Taten vor ein Gericht stellen müssen.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Hie wird wieder mal der Name "Persien" für dieses Land genannt. Das war ein viel schönerer Name als neu "Iran", der schon fast wie "Uran" tönt. Ich würde diesem Land wieder den alten Namen und eine friedliche arabisch islamistische Gesellschaft gönnen. Das haben aber nur die Iraner selber in der Hand. Auswandern hilft da nichts. Intern kann es schon mal etwas krachen. Das Volk kann in winzigen Schritten mit gutem eigenem "Vorbild" ein Land besser machen. Das dauert mehr als 100 Jahre!
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