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Iran rüstet auf «Wir werden niemanden um Erlaubnis fragen»

Hassan Rohani in Nahaufnahme.
Legende: Hassan Rohani wischt die Kritik der USA beiseite und lässt aufrüsten. Reuters
  • Der iranische Präsident Hassan Rohani hat einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt.
  • Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim News hat der Iran eine neue ballistische Rakete mit einer Reichweite von 2000 Kilometern gebaut.
  • Die USA und Frankreich hatten zuvor bei der UNO Kritik am Atomabkommen mit dem Iran geäussert.

«Ob Sie wollen oder nicht, wir werden unsere militärischen Fähigkeiten stärken, die zur Abschreckung notwendig sind», sagte Rohani in einer Fernsehansprache. «Wir werden nicht nur unsere Raketen, sondern auch unsere Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken.»
Wenn es um die Verteidigung des Landes gehe, «werden wir niemanden um Erlaubnis fragen», sagte Rohani. Er äusserte sich am Jahrestag des Beginns des ersten Golfkrieges zwischen den Nachbarländern Iran und Irak im Jahr 1980.

Ein «schwerer Fehler»

Iran war zu Beginn der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung scharf von US-Präsident Donald Trump attackiert worden. Er prangerte den Iran als destabilisierende Kraft in der Region an. Zugleich drohte Trump mit einer Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran.

Die US-Regierung fand zumindest partielle Unterstützung durch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Dieser bezeichnete einen möglichen US-Ausstieg aus dem Abkommen zwar als «schweren Fehler», plädierte vor Journalisten aber dafür, das Abkommen zu ergänzen.

Die Vereinbarung sei «gut», müsse aber durch «zwei oder drei Säulen» verstärkt werden. Konkret forderte Macron, Einschränkungen für die Entwicklung ballistischer Raketen einzubauen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Den ganzen Iran-Hetzern und Israel-Freunden sei nochmals gesagt, dass die Zweitgrösste jüdische Gemeinde im Nahen Osten im Iran lebt. Allein in Teheran gibt es 20 Synagogen und 5 koschere Metzgereien.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Es brodelt weiter im Osten. Kleine Feuer werden entfacht bis es dann zum Grossbrand kommt. Alle Staaten reden immer von Frieden. Die Diplomatie rennt von Staat zu Staat. Leider bringt es in den wenigsten Fällen Frieden. Jeder macht was er will, auf Kosten der Bevölkerung. Wann endlich hören die Waffen- und Materiallieferungen für die Kriegsmaschinerie auf in heikle Gebiete Gebiete? Soviel Elend, Tot und Vernichtung, aber der Mensch lernt nie dazu. Einfach traurig.
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  • Kommentar von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
    Eine Frage: Wem nützt es eigentlich wenn Raketen Menschen und sonstiges in den Untergrund befördern ? Leben dann die Präsidenten und alles darum besser ?
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