Iran soll nukleartaugliche Rakete getestet haben

Ein iranischer Raketentest hat aus US-Sicht eine Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verletzt. Die abgefeuerte Mittelstreckenrakete sei in der Lage gewesen, eine Atomwaffe zu transportieren, so die UNO-Botschafterin der USA.

«Wir können bestätigen, dass der Iran am 10. Oktober eine Mittelstreckenrakete abgeschossen hat, die in der Lage wäre, eine Atomwaffe zu transportieren», erklärte Samantha Power, UNO-Botschafterin der USA, in New York. «Dies ist eine klare Verletzung der Resolution des UNO-Sicherheitsrats.» Die USA wollen das Thema nun dort diskutieren.

Der Test vom vergangenen Wochenende war Mitte der Woche von den USA als möglicher Verstoss gegen die 2010 verhängte Resolution kritisiert worden. Er sei aber getrennt vom kürzlich mit dem Iran erzielten Atomabkommen zu betrachten, hatte Regierungssprecher Josh Earnest gesagt.

Das Abkommen will den Neubau von Atomwaffen verhindern. Die UNO-Sanktionen zum Verbot von Raketentests würden unabhängig davon weiter gelten.

Der Iran hatte nach eigenen Angaben eine neue Mittelstreckenrakete als Nachfolgemodell der Schahab-3 erfolgreich getestet. Dieser Typ soll eine Reichweite von 2000 Kilometern haben.