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International Irinnen dürfen künftig legal abtreiben

Auch das katholische Irland erlaubt Frauen künftig, Schwangerschaften abzubrechen. Aber nur, wenn ihr Leben bedroht ist. Der Widerstand allerdings war gross.

Legende: Video Irisches Parlament sagt Ja zu Abtreibungen abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.07.2013.

Wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist – und dazu gehört auch ein drohender Selbstmord – darf künftig auch in Irland abgetrieben werden. Das irische Parlament hat das umstrittene Gesetz mit einer deutlichen Mehrheit verabschiedet. Bevor es in Kraft tritt braucht es jedoch noch die Zustimmung des Oberhauses.

Dem neuen Abtreibungsgesetz waren monatelange Kontroversen vorausgegangen. Nachdem eine Frau im Spital nach einer Fehlgeburt gestorben war, kam es zu Massenprotesten. Die Ärzte hatten ihr eine Abtreibung verweigert. Die Demonstranten forderten, dass das Abtreibungsgesetz nun endlich geändert wird. Doch die Gegner des Gesetzes hatten noch bis zuletzt vor Gerichten versucht, einen Aufschub zu erreichen.

Legende: Video Irland sagt nein abspielen. Laufzeit 1:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.03.2002.

Heute ist der Abbruch einer Schwangerschaft im mehrheitlich katholischen Irland noch verboten. Zwar gibt es seit 1992 ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, wonach Ärzte Abtreibungen vornehmen dürfen, wenn das Leben der Mutter bedroht ist. Doch das Urteil wurde bisher nicht ins Gesetz aufgenommen. Das trug Dublin 2010 eine Rüge des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ein.

2002 hätte das Abtreibungsgesetz sogar noch verschärft werden sollen. Doch das Volk hatte das Referendum abgelehnt.

21 Kommentare

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  • Kommentar von F. Widmer, Münsingen
    Ich habe einmal einer Diskussion zugehört, wie Frauen "unliebsamen" Spinnen im Haushalt zu Leibe rücken wollten: Die meisten von ihnen fanden es grusig und gemein, ja sogar Tierquälerei , die Spinnen einfach mit dem Staubsauger abzusaugen und einzusaugen. Das gleiche oder ähnliches passiert bei der Abtreibung mit der Absaugmethode, da wird diesen ungeboren, schützens- und schätzenswerten Geschöpfen einfach Körperteile auseinander gerissen und abgesaugt. Menschenquälerei?! Mord am eigenen Kind?!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      F.Widmer/Neben einer"materiellen"Grausamkeit gibt es auch "seelische"Grausamkeiten.Sie haben oft ein noch weitaus grösseres Spektrum und bedienen sich der materiellen Basis um wirksam zu sein.Das Wichtigste ist wohl,selbstverantwortlich handeln zu können.(Ein Fötus ist mit dem Körper der Frau verbunden und trägt keinerlei Verantwortung)Eine Frau soll in EIGENER VERANTWORTUNG entscheiden können,was mit ihrem Körper geschehen soll und welche Verantwortung sie bereit ist zu tragen.
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    2. Antwort von F. Widmer, Münsingen
      Selbstverantwortlich handeln heisst auch, vorher überlegen, was man macht und was daraus (gross) werden kann. Oft wird die Frau vom Freund "überschnurret", das "wegzumachen". Ich kann mir mir einfach nicht vorstellen, wie eine Frau ihr eigenes Kind verantwortungslos in den "Ghüder" schmeissen kann, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, die solch eine Entscheidung mit sich bringen kann. http://www.mamma.ch/gut-zu-wissen/was-abtreibung-einem-baby-antut/ Schauen Sie sich mal diesen Film an!
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Hoffentlich kommt es nicht soweit wie in der Schweiz, wo sich aufgrund der Rechtslage keine mehr darum sorgen muss, ungewollt schwanger zu werden. Die Krankenkasse zahlt je alles, so kommt eine Abtreibung viel billiger als wenn man die Pille kaufen müsste. Eigenverantwortung und Frau, irgendwie passt es einfach nicht zusammen...
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      E.Jacob/PUNKT EINS.Nehme an,eine Abtreibung ist weniger angenehm,als ein"Sexualakt".PUNKT ZWEI.Ihrer Ansicht nach obliegt die Verantwortung zur Verhütung der Frau.(Männer können dürfen nicht Verhüten.Es gibt zwar Viagra aber keine Pillen gegen ungewollte Samenergüsse).PUNKT DREI.Sex,bekanntlich die"verderbliche"Ursache einer Abtreibung,wird nicht nur in einem"sanktionierten"Umfeld"betrieben".Die"Sanktionen"aber,werden der"gebärfreudigen"Frau auferlegt.(Ist Ihre Auffassung solidarisch?)
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  • Kommentar von Karl Huber, Uster
    Der Titel suggeriert, dass in Irland nun ein ähnliches Abtreibungsgesetz in Kraft sei wie bei uns. Das ist aber - was ich sehr begrüsse - nicht der Fall. Es beschränkt sich darauf, dass das Leben der Frau bedroht sein muss. Das ist doch ein sehr sehr grosser Unterschied zu unserer sogenannten Fristenlösung, welcher dem Ungeborenen und der werdenden Mutter jeglichen Schutz raubt.
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