Irland muss den Gürtel erneut enger schnallen

Auch fünf Jahre nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise ist Irland noch nicht über dem Berg. Im kommenden Jahr müssen rund 2,5 Milliarden Euro eingespart werden. Ziel der Sparübung: aus dem EU-Rettungsschirm herauskommen.

Zwei leere Biergläser auf eine Bartheke.

Bildlegende: Für das Pint müssen die Iren 2014 tiefer in die Tasche greifen. Reuters

Mit 85 Milliarden Euro mussten der Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Eurozone Irland 2010 unter die Arme greifen. Noch immer leidet die «Grüne Insel» unter den Folgen der Finanzkrise.

Im kommenden Jahr müssen 2,5 Milliarden Euro eingespart werden, kündigte Finanzminister Michael Noonan in Dublin an. So werden unter anderem Zigaretten und Alkohol teurer. Zudem führt Irland eine Abgabe für Banken ein, mit der diese jährlich 150 Millionen Euro zum Staatshaushalt beitragen sollen. Auch beim Arbeitslosengeld für junge Leute unter 25 Jahren wird gekürzt.

Keinen Anstieg gibt es bei der Einkommen- und Mehrwertsteuer, auch Tourismus-Betriebe bleiben verschont. Mit einer geringen Unternehmenssteuer von 12,5 Prozent und weiteren Anreizen sollen Firmen angelockt oder gehalten werden.

Staatshaushalt ohne fremde Hilfe wird angestrebt

Ministerpräsident Enda Kenny betonte, es sei oberstes Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und aus dem Rettungsschirm der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds (IWF) herauszukommen. Der Ausstieg ist für den 15. Dezember angepeilt. EU-Währungskommissar Olli Rehn hat aber betont, dass die Regierung dafür gesunde Banken vorweisen müsse.