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International IS dringt wieder in Kobane ein

Der Terrormiliz ist es gelungen, wieder bis in die nordsyrische Grenzstadt vorzustossen. Bei den Kämpfen um die strategisch wichtige Stadt sollen über 40 Menschen getötet worden sein. Trotzdem könnte es sich nur um einen Entlastungsangriff handeln, meint die Journalistin Inga Rogg.

Wenn auch zerstört, ist die Grenzstadt doch aktuell wieder hart umkämpft: Kobane.
Legende: Wenn auch zerstört, ist die Grenzstadt doch aktuell wieder hart umkämpft: Kobane. Keystone

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind bei einem Überraschungsangriff erneut in die nordsyrische Stadt Kobane eingefallen. Bei mindestens drei Selbstmordattentaten der Extremisten und Gefechten mit kurdischen Einheiten seien insgesamt 49 Menschen getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Neben 14 toten IS-Kämpfern seien auch viele Frauen und Kinder unter den Opfern.

Erst im Januar hatten die Kurden die Stadt nach monatelangen Kämpfen mit Hilfe von Luftangriffen der internationalen Koalition aus der Gewalt der IS-Terrormiliz befreit. Gegen die derzeitigen Angriffe sind die kurdischen Kämpfer jedoch nicht derart gewappnet wie damals. Da viele von ihnen an anderen Fronten kämpften, seien nur wenige Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten in der Stadt, sagte ein Sprecher. Die Gefechte seien immer noch im Gang.

Zwei weitere Orte überfallen

Zugleich überfiel der IS im Norden Syriens zwei weitere Orte, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Demnach griffen die Extremisten etwa 35 Kilometer südlich von Kobane das Dorf Barcha Batan an und töteten mindestens 20 Menschen, darunter befänden sich wiederum zahlreiche Frauen und Kinder. Ein dritter Angriff erfolgte auf die Stadt Hasaka im Nordosten des Landes.

Kurden stehen vor Rakka

Der Angriff erfolgte nur wenige Tage, nachdem die IS-Extremisten im Norden Syriens schwere Niederlagen gegen die Kurden erlitten. Diesen Umstand betont auch die Journalistin Inga Rogg im Gespräch mit SRF: «Ich sehe den Angriff auf Kobane eher als Entlastungsangriff und als eine Demonstration an die Kurden, dass der IS noch stark ist.» Für den IS werde es schwierig, die Stadt wieder einzunehmen, sagt sie. «Die Kurden konnten die zwei Kantone, die sie dort ausgerufen haben, zusammenfügen und sind näher zur IS-Hauptstadt Rakka vorgedrungen. Sie stehen 50 Kilometer vor Rakka.»

Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge sollen die IS-Kämpfer, die den Angriff auf Kobane lancierten, über die Türkei nach Syrien gelangt sein. Eine Quelle für diese Nachricht hat die Einrichtung aber bis jetzt nicht angegeben. Aus Ankara war derweil ein Dementi zu vernehmen. Die Dschihadisten seien von der syrischen Stadt Dscharabulus nach Kobane gekommen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Seit der Veröffentlichung eines DIA (Defense Intelligence Agency) Papiers, erwirkt durch einen gerichtlichen Beschluss, ist es nun offiziell, dass die USA zumindest seit 2012 von der Existenz und den Absichten des IS im Bilde waren.
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    1. Antwort von Hans Glauser, Herlisberg
      Naja, die USA bekämpfen ja auch den IS.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Heute morgen sind 4 IS-Selbstmordattentäter in kurd. Uniformen mit Fahrzeugen unter Benützung des TK/SYGrenzübergangs ins Stadtzentrum v. Kobane gefahren u. schossen ab 05:00 Uhr auf Zivilisten. Danach sprengten sie sich u. die Fahrzeuge in die Luft. Gleichzeitig versuchte eine Gruppe von IS-Kämpfern sich v. Süden her der Stadt zu nähern, was nicht gelang. Es gab 12 Tote und mind. 34 Verletzte. Dafür ist Hasaka zwischen Kurden u. syrischer Armee einerseits u. IS andererseits schwer umkämpft.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Die Kurden stossen aus 2 Richtungen nämlich aus Kobane u, Tal Abyad vor um die wichtige Strasse zwischen Aleppo u. Hasaka unter Ihre Kontrolle zu bringen. Offenbar versucht die IS diese Absicht mit Gegenangriffen auf Kobane zu verhindern. Das ist riskant, da eben erst die Kurden eine wichtige Militärbasis der IS nördl. der Stadt ar-Rakka eingenommen haben und nur wenige km vor der Stadt selbst stehen. Die Kurden werden die Stadt nicht einnehmen u. überlassen den Job der freien syrischen Armee.
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