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International IS gerät zunehmend in den Würgegriff der Peschmerga

Es begann in den Morgenstunden des vergangenen Donnerstags. 8000 Peschmerga-Kämpfer starteten ihre Offensive gegen die Terrormiliz IS. Gestern Sonntag stand die strategisch wichtige Stadt Sindschar im Nordirak offenbar vor der Rückeroberung. Auch in Syrien kamen IS-Kämpfer in Bedrängnis.

Legende: Video Kurden erobern Gebiete vom IS zurück abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2014.

«Mit Gottes Hilfe werden wir sie ganz befreien.» Mit diesem hoffnungsvollen Satz reagierte Kurdenpräsident Massud Barsani auf die Erfolge seiner Peschmergakämpfer.

Vier Monate nach der überraschenden Offensive der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak steht die strategisch wichtige Stadt Sindschar offenbar vor der Rückeroberung. Grosse Teile seien bereits eingenommen worden, sagte Barsani.

Auch die US-Streitkräfte flogen nach eigenen Angaben am Sonntag vier Luftangriffe auf IS-Stellungen. Zudem haben zahlreiche Länder Waffen an die Kurden geliefert.

Nächstes Ziel Mossul?

Mit einem Sieg in Sindschar hätten die Kurden die meisten Gebiete zurückerobert, die sie an die Extremisten im Sommer verloren hatten. Es wäre auch wichtiger Schachzug für die Zentralregierung in Bagdad, weil so die Verbindung zwischen Syrien und der vom IS beherrschten Stadt Mossul unterbrochen wäre.

An den Kämpfen beteiligen sich kurdische Peschmerga-Einheiten, die in der Türkei verbotene PKK und ihre syrische Schwesterorganisation YPG sowie Jesiden. Der IS hatte bei seiner Offensive Tausende Mitglieder der religiösen Minderheit getötet oder gefangengenommen. Einige flohen auf den Höhenzug Sindschar, der nördlich der gleichnamigen Stadt liegt.

Syrische Armee widersteht den IS-Angriffen

Mindestens 20 IS-Terrorkämpfer sind nach Angaben von Aktivisten bei einem erneuten Versuch der Terrorgruppe getötet worden, einen Luftwaffenstützpunkt im Osten Syriens zu erobern. Der Angriff scheiterte bereits zum zweiten Mal.

IS habe seit Samstagabend versucht, den Stützpunkt in Deir Essor zu erstürmen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Dabei seien 20 der Dschihadisten – 19 Syrer und ein Marokkaner – und zwei Soldaten der syrischen Armee getötet worden.

Es war demnach der zweite Angriff auf die Basis binnen eines Monats. Der Stützpunkt ist einer der letzten der syrischen Armee in der gleichnamigen östlichen Provinz an der Grenze zum Irak, wo IS bereits grosse Gebiete kontrolliert.

Die Terroristen haben grosse Teile Syriens und des benachbarten Irak unter ihre Kontrolle gebracht und wollen die Regierungen beider Länder stürzen. Der IS will einen grenzübergreifenden Gottesstaat einrichten.

Kampf um Kobane

Zerstörte Häuserzeile in der Stadt Kobane.
Legende: Vor den Kämpfen zählte die Stadt rund 50'000 Einwohner. keystone

Seit nunmehr 100 Tagen liefen sich in der nordsyrischen Stadt Kurden und die Terrormiliz der IS einen erbitterten Kampf. Kobane ist zum Symbol für den Widerstand gegen den IS geworden.

Konflikte unter Dschihadisten

Der IS hat nach eigenen Angaben vier «religiöse Extremisten» festgenommen, die angeblich ihren Anführer Abu Bakr al-Bagdadi stürzen wollten. Auf dschihadistischen Websites wurde ein Video veröffentlicht, in dem die Festnahme «einer Zelle religiöser Extremisten» gemeldet wird, die «gegen das Kalifat zu den Waffen greifen wollte.»

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Der Ort Sindchar ist noch nicht kompl. befreit. Die Peschmerga haben keine Eile und gruppieren sich um, damit sie dann weiter vorstossen können. Wichtig ist die Kontrolle der Strasse von Mossul an die syrische Grenze. Da richten die Peschmerga nun alle 2 bis 5 km Kontrollposten ein. Das braucht Zeit. In Mossul haben die IS in der Zwischenzeit 80 ihrer eigenen Kämpfer enthauptet, angeblich Feigheit vor dem Feind. Mossul wird nur zusammen mit der Irak. und US-Armee v. den Peschmerga angegriffen.
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  • Kommentar von Heinz Bachmann, Suhr
    Lieber Herr Hebeisen aus Bronschhofen! Ihre Korrektur zu meinem Artikel ist natürlich berechtigt! Da ist mir ein Fehler unterlaufen! Herzlichen Dank! Ich glaube aber wir sind derselben Meinung!
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  • Kommentar von Hans Berger, Bern
    Mann kann denn Kurden nur danken für ihren Mut und Einsatz. Eine Mise Rolle spielt Erdogan!
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