IS kidnappt dutzende Christen in einer Kirche

Die Terrormiliz IS hat in Syrien nach der Eroberung der Stadt Al-Qaryatain dutzende christliche Familien entführt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat wütet immer weiter. Die neuesten Meldungen betreffen die syrische Stadt Al-Qaryatain in der Provinz Homs. Der IS entführte dutzende Christen, einige direkt aus einer Kirche, nachdem die syrische Armee die Stadt in der Nacht an die Terrormiliz verloren hatte.

Die in Grossbritannien ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von mindestens 230 entführten Menschen.

Strategisch wichtige Stadt

Die Stadt Al-Qaryatain ist strategisch wichtig gelegen. Sie verbindet die historische Stätte Palmyra mit dem Qalamoun-Gebirge an der Grenze zum Libanon.

Bereits im vergangenen Februar hatten Dschihadisten in den Dörfern im Nordosten Syriens mindestens 250 assyrische Christen entführt. Es ist unklar, was aus den Gefangenen geworden ist.

6000 Angriffe gegen den IS

Die US-Militärführung hat nach einem Jahr eine Bilanz des Lufteinsatzes der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gezogen. Seit Beginn am 8. August 2014 habe es mehr als 5900 Luftschläge gegen den IS im Irak und in Syrien gegeben.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Türkei greift IS in Syrien an

    Aus Tagesschau vom 24.7.2015

    Als Reaktion auf die Angriffe der Dschihadisten, hat die Türkei erstmals Stellungen der Terror-Miliz Islamischer Staat angegriffen. Die von den USA angeführte Koalition darf zudem ihre Einsätze von einer Luftwaffenbasis auf türkischem Boden fliegen.