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International IS-Miliz verbrennt laut Zeugenbericht im Irak 30 Menschen

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben im Westirak 30 Zivilisten bei lebendigem Leib verbrannt. Die Getöteten sollen mit den irakischen Sicherheitskräften in der Provinz Anbar zusammengearbeitet haben.

Ein IS-Transporter.
Legende: Der IS ist im Westirak gefährlich im Vormarsch. Keystone

Die 30 Menschen sind auf grausame Art und Weise öffentlich hingerichtet worden. Das sagte ein Einwohner der Region der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Getöteten sollen mit den irakischen Sicherheitskräften in der Provinz Anbar zusammengearbeitet haben.

Der britische Sender BBC berichtete online von 45 Opfern in der Stadt al-Bagdadi und berief sich auf den örtlichen Polizeichef. Die Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden.

Region bald vollständig in IS-Hand?

Der IS hatte am Freitag die Stadt in der westirakischen Provinz Anbar erobert. Zudem attackierten IS-Kämpfer den für die internationalen Streitkräfte wichtigen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der Gegend. Der Angriff wurde aber zurückgeschlagen.

Der Vizevorsitzende des Provinzrats, Falih al-Isawi, äusserte wegen massiver IS-Angriffe die Befürchtung, dass die Region nun bald vollständig den Extremisten in die Hände fallen könnte.

Vor zwei Wochen hatte der IS schon ein Video mit der Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten Muas al-Kasasba im Internet veröffentlicht.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Allah noczhmal, in welchem Jahrhundert, nein Jahrtausend leben wir eigentlich?
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  • Kommentar von D. Becker, Gebenstorf
    Das wahre Böse. Meinen Sie nicht, es gäbe weniger Blutvergiessen, wenn wir die Rohstoffe fairer abkaufen würden? Es gebe viel weniger Piraten in Somalia, wenn EU-Fangflotten nicht deren Fischgründe abgefischt hätten. USW! Negieren Sie diese Zusammenhänge? Wieso haben denn die USA etc. nicht eingegriffen beim Völkermord in Ruanda? 1 Mio Tote! Man hat zugesehen. Die hatten wohl keine Rohstoffe. Und in Paris betrauert man ein paar Karikaturisten.
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    1. Antwort von m.mitulla, wil
      @D.Becker. Es gibt sicher viele Ursachen für den Terror der IS. Die Kolonialisierung und die daraus folgende Ausbeutung war sicher eine dieser Ursachen. Es gibt aber auch viel Korruption und archaische Machtstrukturen inkl. brutale Methoden, die Macht durchzusetzen. Auch die - vielleicht falsch verstandenen - Interpretationen von Koran und Scharia tun das Ihre dazu. Wenn ein Völkermord in Afrika passiert, darf nicht primär die USA beschuldigt werden- hingegen als Verursacher des Irakkriegs schon
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    2. Antwort von D. Becker, Gebenstorf
      @mitulla: Sie haben natürlich Recht, dass die USA nicht Schuld haben an der Misere in Ruanda, aber sie hätten es schneller beenden können, sie spielen sich ja auf als Verteiger der Menschenrechten und Verbreiter der Demokratie. Und die Ausbeutung in der 3. Welt durch westliche Konzerne (und die Staaten dahinter) ist auch kein wirklicher Demokratiekatalysator. Natürlich sind die auch korrupt etc. In Mitteleuropa hat's Hunderte von Jahren gedauert bis zu unseren Errungenschaften.
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    3. Antwort von D. Becker, Gebenstorf
      Und das Problem ist halt schon, dass die Ausbeutung den Zulauf zum IS fördert. Die Hamas baut ja auch Schulen und Krankenhäuser, die vorher von Israel zerstört worden sind. Dafür indoktriniert die Hamas ihre Anhänger wieder. Ein Teufelskreis, bei dem ich keine Sympathiepunkte vergeben will :(. Ein Freund kennt Syrien, Afghanistan, Kongo, Südsudan etc. von Hilfseinsätzen her. Die sind da so dermassen im A..., das wird auch in 300 Jahren nichts mehr mit Demokratie, leider.
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  • Kommentar von D. Becker, Gebenstorf
    ... der Demokratie lebe, wieviel müsste passieren, dass ich meine Familie im Stich lasse und zur Waffe greife, um mitzukämpfen (z.b. wie die Kurden gegen IS)? Wir wissen hier doch gar nicht was Krieg heisst. Meine beiden Grossväter waren beide in der Wehrmacht und haben Schlimmstes erlebt. Eine Wiederholung zu verhindern müsste das langfristige Bestreben aller Politiker sein. Zum Glück haben die Deutschen den Krieg verloren, sonst würde ich heute irgendwo Lager bewachen. Und Sie?
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    1. Antwort von Marc Caduff, Murten
      wer weiss schon wie es gekommen wäre wenn die Deutschen gewonnen hätte?
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    2. Antwort von D. Becker, Gebenstorf
      @ Caduff: Interessanter Gedanke! Das kann niemand sagen. Aber man kann sagen, dass es nicht so gut gekommen wäre wie mit der BRD. Die Demokratie die am wenigsten schlechte Staatsform, frei nach Churchill ;) Jedenfalls ist Krieg die dämlichste Art, Geld loszuwerden, aber auch die skrupelloseste Art für ein paar wenige, Geld zu scheffeln.
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