IS-Terroristen töten weitere Geiseln, darunter einen Amerikaner

Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat weitere Geiseln getötet. Unter ihnen ist auch der US-Amerikaner Peter Kassig, der seit mehreren Monaten in der Gewalt der Terroristen war. Die USA haben die Echtheit des Videos bestätigt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat erneut mehrere Geiseln getötet. In einem Video, das im Internet veröffentlicht wurde, sind mehrere Enthauptungen zu sehen. Unter den Getöteten sollen mehrere syrische Soldaten sein. Auch der US-Amerikaner Peter Kassig gehört zu den Opfern. Washington hat die Echtheit des Videos inzwischen bestätigt.

Bei dem getöteten Amerikaner handelt es sich um einen ehemaligen Elitesoldaten, der als Entwicklungshelfer in Syrien arbeitete. Der 26-Jährige war am 1. Oktober 2013 in Dair as-Saur im Osten des Landes entführt worden.

Syrische Freunde des Entführten fordern Anfang November seine Freilassung.

Bildlegende: Syrische Freunde des Entführten fordern Anfang November seine Freilassung. Reuters

In dem Video richtet ein vermummter Dschihadist in englischer Sprache mit britischem Akzent eine Botschaft an US-Präsident Barak Obama. Er sagt, die amerikanische Geisel sei ein US-Soldat gewesen und warnt, den US-Truppen werde ähnliches widerfahren.

«Geist des Guten»

Präsident Barack Obama verurteilte die Enthauptung von Peter Kassig in starken Worten und sprach der Familie sein Beileid aus. Der aus Indianapolis stammende Entwicklungshelfer habe einen «unzähmbaren Geist des Guten und der Ausdauer» in sich getragen, erklärte Obama auf seiner Rückreise vom G20-Gipfel in Australien.

Syrische Freunde des Amerikaners hatten sich vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit gewandt und an den IS appelliert, den Mann freizulassen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kämpfer der Terrorgruppe «Islamischer Staat».

    «Islamischer Staat» baut Herrschaft aus

    Aus Echo der Zeit vom 14.11.2014

    Seit rund zwei Monaten bombardieren vor allem westliche Militärjets Stellungen des sogenannten «Islamischen Staates». Trotzdem konnten die Jihadisten ihre militärische Kampfkraft weiter steigern und ihre Herrschaft stärken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Uno.

    Fredy Gsteiger