Zum Inhalt springen

International IS-Terroristen verwüsten Museum in Mossul

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Internet ein Video veröffentlicht, in dem die Zerstörung wertvoller Statuen des Museums von Mossul zu sehen ist.

Legende: Video Zerstörungswut in Mossul (IS-Propagandavideo) abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Vom 26.02.2015.

Es ist ein verstörender Anblick: IS-Anhänger schlagen mit Hämmern auf Antike Statuen und Büsten ein. Darunter ist auch eine Statue, die einen geflügelten Bullen darstellte – eine assyrische Schutzgöttin – und über 1200 Jahre alt war. Die Szenen stammen aus einem fünfminütigen Video, dass der Islamische Staat im Internet veröffentlicht hat.

Die IS-Anhänger haben die antiken Kunstgegenstände minutiös zerstört und damit eine allfällige Rekonstruktion verunmöglicht. Wann genau das Museum in Mossul geschändet wurde, ist nicht klar.

«Nicht nur Kulturerbe des Iraks zerstört»

Einer der Extremisten sagt im Video, dass die Artefakte zerstört wurden, weil sie die Götzenanbetung fördern würden. «Der Prophet hat uns aufgefordert, die Reliquien und Statuen zu beseitigen. So, wie es seine Begleiter nach ihm taten, wenn sie fremde Länder eroberten.»

Die irakische Archäologin Lamia al-Gailani bezeichnete den Schaden als unbezifferbar. «Es ist nicht nur das Kulturerbe des Iraks, das zerstört wurde, sondern jenes der ganzen Welt.»

Unesco-Chefin Irina Bokova hat die Tat des IS als Aufruf zu weiteren Konflikten eingestuft und fordert eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach
    Hier sieht man, was für Dummköpfe einmal ans Ruder kommen wollen. Wie wollen solche Typen einmal einen eigenen Staat regieren? Wie lange geht es wohl noch, bis dem letzten Islam Gläubigen die Erleuchtung kommt und er merkt was seine vermeintlichen Gotteskrieger alles für Schaden anrichten. Die Zerstören die Kultur des Arabischen Volkes.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A.Fontana, Zürich
    Ninive, Nimrod, mesopotamische Kultur, das alles gabs schon vor dem Urgrossvater des Mohammed in der vorbiblischen Zeit. Jetzt werden die Reliquien aus dieser Zeit EINFACH so zerstört. Erinnert mich an die Zerstörung der Riesen Buddhas von Bamiyan. Unter Diktator Saddam wäre das nie passiert...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Geschätzer @A.Fontana, Sie reden mir aus der Seele. Verbrachte 5 Jahre in Südostanatolien (Karakaya- und Atatürk-Baraji) zwischen Euphrat und Tigris zeigte ich Museen und Kulturstätten wie Nimrod mehrmals meinen Besuchern. War für mich selber ein Schlüsselerlebnis, zu Kultur und Entstehungsgeschichte der Menschheit im Zwischenstromland "Mesopotamien". Mir ist nur noch zum heulen, was damit heute weiter südlich in Syrien und Irak passiert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christa wüstner, Reinach
      Herr Käppeli, ich kann das sehr gut nachempfinden. Ich stand auch vor den riesigen Köpfen auf dem Nemrud Dag oder Nimrud. Was haben die Menschen uns da hinterlassen? Was wollten Sie uns sagen? Was l jetzt zerstört wird, löscht eine Zeit aus , die nicht mehr existieren soll.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von simon akert, basel
    Es ist schon traurig, dass die Zerstörung dieses Museums mehr Aufmerksamkeit erregt als das alltäliche töten von Christen! Kultur oder Leben?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christa Wüstnet, Reinach
      Kultur und Leben ist nicht trennbar. Ohne Leben keine Kultur.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen