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International IS zerstört Triumphbogen in Palmyra

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach syrischen Angaben in der Wüstenstadt Palmyra eine weitere bedeutende Stätte vernichtet. Die Extremisten sprengten einen knapp 2000 Jahre alten Triumphbogen.

Die Zerstörung des Triumphbogen war offenbar schon länger geplant. Der IS habe den am Beginn der berühmten Säulenallee von Palmyra stehenden Triumphbogen bereits vor einigen Wochen vermint, sagte der Chef der staatlichen syrischen Antikenverwaltung, Mamun Abdelkarim.

Das Bauwerk sei «eine der Ikonen von Palmyra» gewesen. Abdelkarim sprach von einer «systematischen Zerstörung» der antiken Stätte: «Sie wollen sie vollständig auslöschen.»

Seit 1980 Weltkultur-Erbe

Der IS hat in Palmyra unter anderem bereits die einzigartigen Tempel Baal und Baal Schamin zerstört, die ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Die Extremisten enthaupteten auch den früheren Chef-Archäologen von Palmyra, Khaled Asaad.

Die Miliz hatte Palmyra im Mai von Anhängern des Assad-Regimes eingenommen. Die Oasenstadt in der zentralsyrischen Wüste war eines der herausragenden Zentren im Altertum. Die Unesco erklärte die Ruinen der ehemaligen Handelsmetropole der legendären Königin Zenobia im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe.

Gegen «Vielgötterei» und «Unglauben»

In seiner radikalen Lesart des Islams verurteilt der IS nichtislamische Gebetsorte wie den Baal-Schamin-Tempel als Stätten der «Vielgötterei» und des «Unglaubens».

Auch vor christlichen Bauten machen die Dschihadisten keinen Halt. So zerstörten sie kürzlich in dem Ort Karjatain westlich von Palmyra mit Bulldozern das jahrhundertealte Kloster Mar Elian, weil dort Heilige angebetet wurden. Auch im Irak hat die Terrormiliz zahlreiche Kulturstätten vernichtet.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des IS auch in Libyen, dürften die Tage einiger der dort gelegenen fünf Unesco-Weltkulturerbestätten ebenfalls gezählt sein. Allen voran die Stätten Leptis Magna, Sabratha und Kyrene. Mit Islam hat das genauso viel und wenig zu tun wie alle anderen Religionen und weltlichen Ideologien. Man kann alles im Leben moderat handhaben, oder bis zum Exzess betreiben. Selbständiges Denken und Handeln ist leider vielen zu anstrengend und schafft oft innere Konflikte.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es ist das Ziel des Daesh (IS), den Westen solange zu provozieren, bis dieser in einen Krieg eintritt. Aber was soll der Westen denn tun? Den Daesh in einem Bodenkrieg zu besiegen, dürfte kein Problem sein. Aber was kommt danach? Letztlich kann und sollte man nur zuschauen, wie die dort ihre Probleme alleine lösen.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Es hat mal eine Inquisition gegeben, noch heute wird den Menschen von ihrer Kirche vorgeschrieben was sie spez im sexuellen Sektor zu tun haben .. und welche natuerlichen Veranlagungen verboten sind/ oder erlaubt. Mit "Glauben" wird manipuliert und Gott in allen seinen Formen und Namen missbraucht.. um Menschen zu kontrollieren.. und die DUMMHEIT arbeitet in die Hand der Religionsherrscher.. hueben wie drueben..!
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