Islamische Staaten bei Mali und Syrien uneins

Die Organisation der islamischen Konferenz (OIC) kann sich nicht auf eine einheitliche Position bei den Konflikten in Mali und Syrien einigen. An dem Treffen war auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad zugegen.

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Treffen der Organisation der islamischen Konferenz

0:34 min, aus Tagesschau vom 6.2.2013

Die islamischen Staaten ziehen sowohl in der Mali-Krise als auch im Syrien-Konflikt nicht an einem Strang. Das zeigte sich während des Gipfeltreffens der Organisation der islamischen Konferenz (OIC) in Kairo.

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi sagte in seiner Eröffnungsrede, sein Land wolle sich nach seiner «erfolgreichen Revolution» stärker als bisher mit den islamischen, arabischen und afrikanischen Staaten vernetzen. Er klagte über die «negative Darstellung des Islam und der Muslime» in vielen Teilen der Welt.

Mit deutlichen Worten lehnte Mursi eine Militärintervention in Syrien ab. Er rief die oppositionellen Gruppen in Syrien auf, an einem Strang zu ziehen.

Uneinigkeit über Frankreichs Mali-Intervention

In einem Entwurf für das Abschlussdokument werden Syriens Führung und Opposition zu Gesprächen aufgefordert. Ein Amtsverzicht Assads wird aber nicht erwähnt.

Beim Konflikt in Mali sind sich die islamischen Staaten nicht einig. Der Präsident des Senegal lobte die Intervention der Franzosen in Mali. Mehrere arabische Staaten, darunter Ägypten, hatten den französischen Militäreinsatz zuvor scharf kritisiert.

An der zweitägigen Konferenz nahm auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad teil, der als erster Staatschef der Islamischen Republik Iran Ägypten besucht.