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International «Islamisches Kalifat» in Nigeria ausgerufen

Die Stadt Gwoza gehört seit dem Wochenende nicht mehr zu Nigeria – so die Ansicht der Islamistengruppe Boko Haram. Das nigerianische Militär wiegelt ab und will die Stadt zurückerobern.

Abubakar Shekau
Legende: Abubakar Shekau, Anführer der Boko Haram, hat ein neues «Islamisches Kalifat» in Nigeria verkündet. (Foto vom Mai 2014). Keystone/Archivbild

Die Islamistengruppe Boko Haram hatte am Wochenende ein «Islamisches Kalifat» in der Stadt Gwoza ausgerufen. Das nigerianische Militär hingegen winkt ab. Diese Erklärung bedeute gar nichts, so ein Sprecher am Sonntag. Die Souveränität und die territoriale Integrität des Landes seien nach wie vor «intakt», hiess es.

In einem fast einstündigen Video hatte Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau am Sonntag erklärt, nach dem «Sieg» seiner Kämpfer im nordöstlichen Gwoza habe die Stadt im Bundesstaat Borno «nichts mehr mit Nigeria zu tun». Gwoza sei nun «Teil des Islamischen Kalifats».

UNO-Vertretern zufolge war Gwoza in diesem Monat von Boko-Haram-Kämpfern erobert worden, die Armee bereitet aber offenbar eine Rückeroberung vor.

Über 10'000 Menschen getötet

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete sie bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10'000 Menschen.

Im April machte Boko Haram Schlagzeilen mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule, von denen die meisten noch immer vermisst sind.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von T. Leu, Adetswil
    Ich befürchte, wir im freien Westen werden weiterschlafen, bis wir selber unter's Messer geraten.
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  • Kommentar von marco meier, aarau
    Die Nigerianer sollen das gefälligst selbst regeln! Ich bin jetzt seit 2 Monaten in Nigeria uns es ist unglaublich, was hier für Zustände herrschen. Das reichste oder zweit reichste Land Afrikas und manchmal hab ich das Gefühl ich sei in Burkina Faso... Was hier durch Korruption an Mittel vernichtet werden, sowas hab ich noch nicht erlebt.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Gut beobachtet! Das macht es den Islamisten doch erst moeglich, zu agieren, das Volk ist arm und wird vom Islam mit Essen Kleidern etc unterstuetzt und dann bekehrt.. die machen es auch in SA und haben Erfolg und Zulauf.Bloed fuer den Westen, dass die Islamisten in allen Laendern mit Rohstoffen hoch aktiv sind, warum wohl??? Bloed dass der "Westen" es nicht realisiert!!!
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    2. Antwort von marco meier, aarau
      Naja, also an die Rohstoffe Nigerias kommen sie nicht, das Öl ist im Süden. Ist eher so, dass es die Regierung einfach nicht juckt. Aber seit den entführten Mädchen hats selbst den Nigerianer im Süden abgelöscht und es gibt innerpolitischen Druck auf die Regierung. Und wirklich unerstützt werden die Islamisten hier in keinen Land. Afrika ist nicht Arabien. Die Leute wollen keine verschleierten Frauen, Scharia oder sonst radikalen Quatsch, auch wenn sie in W-Afrika sehr gläubig sind.
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  • Kommentar von Patrik Schaub, Zunzgen
    In der Stadt Basel können Islamisten auf öffentlichen Plätzen gegen andersgläubige wie Christen, Juden und gegen den verhassten Westen (wohlgemerkt: gegen den Westen, in dem sie es sich gut gehen lassen) Hetzreden, Hasstiraden und Flugblätter verteilen. Und was macht die BS-Regierung? Genau: Nichts! Würde mich mal interessieren, wo sich die ERK in diesem Fall versteckt. Ach so, verstehe, die Schweizer sind ja auch (noch) keine Minderheit.
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    1. Antwort von Th. Widmer, Basel
      @Patrick Schaub: Richtig, ich hatte es schon Persönlich hier erlebt. Doch unsere rote Regierung unterstütz es noch. Ich frage mich wielange es sich die Basler noch übersich ergehen lassen werden...
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