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International Israel friert die diplomatischen Beziehungen zur EU ein

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will die diplomatischen Beziehungen zur EU überdenken. Dies ist eine Reaktion auf den Beschluss der Europäischen Union, israelische Produkte aus den besetzten palästinensischen Gebieten entsprechend zu kennzeichnen.

Benjamin Nethanjahu ärgert sich, dass die EU transparent macht, woher gewisse israelische Produkte wirklich stammen
Legende: Netanjahu ärgert sich darüber, dass die EU transparent macht, woher gewisse israelischen Produkte wirklich stammen. Keystone

Israel will nach der Kennzeichnungspflicht für Siedlerprodukte die EU vorerst nicht mehr als Vermittlerin im Nahost-Friedensprozess akzeptieren.

Die diplomatischen Beziehungen zur EU und deren Vertretern würden auf Anordnung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in dieser
Angelegenheit bis zu einer Neubewertung ausgesetzt, teilte das deutsche Aussenministerium am Sonntag mit. Das Verhältnis zu einzelnen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien sei davon allerdings nicht betroffen.

Kennzeichnungspflicht in der EU

Produkte, die in jüdischen Siedlungen in besetzten palästinensischen Gebieten Israels hergestellt werden, müssen gegen den Willen Israels künftig gekennzeichnet werden. Die EU-Kommission hatte die neue Pflicht zur Herkunftsbezeichnung
vor kurzem beschlossen.

Die EU betrachtet wie die meisten Staaten israelische Siedlungen in den besetzten
Palästinensergebieten als völkerrechtswidrig. Aus ihrer Sicht sind sie ein Haupthindernis auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Was mich hier richtig ärgert ist die Tatsache, dass man immer nur dann über Israel berichtet, wenn man es kritisieren kann. Dauernd wird auf SRF der einzige jüdische Staat und echte Demokratie in Nahost, im schlechten Licht präsentiert! Kein Wunder gibt es Vorurteile, vorallem in Europa.Vergessen geht, dass Israel seit Jahren an vordester Front gegen den Islamismus kämpft. Keine Erwähnung fand ebenfalls, das Israel gelassen auf das Eindringen eines russ. Kampfjets in den isr. Luftraum reagierte!
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Bevor diese radikalen Araber nicht aufhören den Israelis den Tod zu wünschen, so lange wird und kann es keinen Frieden geben - Siedlungen hin oder her - die Israelis müssen sich Land sichern, als Pufferzone , um nicht feige vom Hinterhalt her ermordet zu werden. Schon aus diesem Grunde, ist die EU-Forderung, eine sinnlose Provokation . Wo haben die Damen und Herren in der EU, ihre Politgeschichte und Diplomatie gelernt ? In der Baumschule der ewig Gestrigen ? Es lebe Israel !
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Schauen sie sich mal ein Landkarte an wieviel Land seit 1948 gestohlen wurde. Und die künstlich, verknappte Wasserversorgung ist ebenso ein Verbrechen, gute Arte Doku (online) "Milliarden für den Stillstand". Wie kann man sich nur mit so einer Politik verbrüdern?
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    2. Antwort von S. Bolliger (sobo)
      @Helmers: Klären Sie zuerst einmal ab, für wie viel Land Israel rechtmässige Kaufurkunden und Kaufverträge besitzt, bevor Sie von stehlen reden! Über Israel herziehen, geht bedeutend einfacher und man muss sich nicht ungewollten Tatsachen stellen.
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  • Kommentar von S. Bolliger (sobo)
    Täglich werden Israelis durch Palästinenser ermordet- kein Bericht dazu seit Wochen. Netanjahus Aussage aber scheint nun einen Beitrag wert zu sein...ein seltsames Gewichten von Ereignissen seitens des SRF. Zur Sache: Ist es verboten, Land zu erwerben und es zu bebauen? - Es ist von der EU blauäugig zu glauben, die Siedlungen im Westjordanland seien ein Haupthindernis für Frieden - und gäbe es keine einzige Siedlung, so gäbe es dennoch keinen Frieden. Die EU soll die eigenen Probleme lösen!
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Die EU soll die eigenen Probleme lösen und keinen Cent an Fördergeldern an Israel bezahlen!
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    2. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @Helmers: Stimmt. Die EU muss ja Milliarden locker machen für die netten Flüchtlinge, welche zu Hundertausenden nach Europa strömen. Keine Angst Fr. Helmers, Israel braucht keine Fördergelder seitens der EU, aber dauernd bittet Brüssel bei Israel um Rat in der Terrorbekämpfung! Denn das dürfte über kurz oder lang Alltag werden innerhalb der EU. Im Übrigen finde ich ihre ablehnende Haltung gegenüber dem einzigen Staat in Nahost, welcher den Islamismus erfolgreich bekämpft, sehr befremdlich.
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    3. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      @Jenni. Sie sollten sich informieren! Es sind gigantische Summen aus Deutschland, EU und den USA. Brüssel sollte bei der Flüchtlingskriese mal die Ursachen bekämpfen: EU Agrarsubventionen, Fischfangrechte, Müllexport, Steuerschlupflöcher, Zusammenarbeit mit korrupten Diktaturen, usw.. Ausserdem die Flüchtlingscamps und Afrika Fond ordentlich finanzieren. Ich lehne sämtliche Gewalt ab, was die Politik Israels seit Jahrzehnten macht ist eine üble Vertreibung. Die Pästinänser waren aber vorher da!
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