Israel setzt Friedensgespräche mit den Palästinensern aus

Die ohnehin stockenden Friedensverhandlungen im Nahen Osten liegen auf Eis. Israel setzte die Gespräche am Abend aus. Premier Netanjahu verwies auf ein am Vortag beschlossenes Aussöhnungsabkommen zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen.

Israel hat die Friedensgespräche mit den Palästinensern ausgesetzt. Das gab das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekannt. Netanjahu verwies zur Begründung auf das am Vortag geschlossene Aussöhnungsabkommen zwischen der Palästinenserführung im Westjordanland und der radikal-islamischen Hamas im Gaza-Streifen.


Einschätzung von Nahost-Spezialist Robert Stähli

14 min, aus SRF 4 News aktuell vom 24.04.2014

Die beiden Palästinenserfraktionen – eigentlich seit Jahren zerstritten – hatten gestern angekündigt, künftig wieder enger zusammenzuarbeiten. Geplant ist unter anderem eine gemeinsame Regierung.

Die Hamas ruft in ihrer Gründungs-Charta zur Vernichtung des jüdischen Staates auf. Aus dem Gazastreifen werden zudem immer wieder Granaten auf Südisrael abgefeuert.

Israel führt seit knapp neun Monaten Friedensgespräche mit der Palästinenserführung von Machmud Abbas. Die Verhandlungen stocken aber schon länger, eine sichtbare Annäherung zwischen beiden Seiten gab es nicht.