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International Israel setzt Friedensgespräche mit den Palästinensern aus

Die ohnehin stockenden Friedensverhandlungen im Nahen Osten liegen auf Eis. Israel setzte die Gespräche am Abend aus. Premier Netanjahu verwies auf ein am Vortag beschlossenes Aussöhnungsabkommen zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen.

Israel hat die Friedensgespräche mit den Palästinensern ausgesetzt. Das gab das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekannt. Netanjahu verwies zur Begründung auf das am Vortag geschlossene Aussöhnungsabkommen zwischen der Palästinenserführung im Westjordanland und der radikal-islamischen Hamas im Gaza-Streifen.

Die beiden Palästinenserfraktionen – eigentlich seit Jahren zerstritten – hatten gestern angekündigt, künftig wieder enger zusammenzuarbeiten. Geplant ist unter anderem eine gemeinsame Regierung.

Die Hamas ruft in ihrer Gründungs-Charta zur Vernichtung des jüdischen Staates auf. Aus dem Gazastreifen werden zudem immer wieder Granaten auf Südisrael abgefeuert.

Israel führt seit knapp neun Monaten Friedensgespräche mit der Palästinenserführung von Machmud Abbas. Die Verhandlungen stocken aber schon länger, eine sichtbare Annäherung zwischen beiden Seiten gab es nicht.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Absolut richtige Entscheidung von Netanjahu: Entweder Abbas will Frieden und dann verhandelt er mit Israel; oder er will keinen Frieden und legt sich mit der faschislamistischen Hamas ins Bett, deren Charta, Artikel 7, einen Genozid an den Juden und die Zerstörung Israels propagiert.
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Der Staat Israel beruht auf der Landnahme von den Araber. Vor dem II. Weltkrieg erstanden die Juden noch rechtmässig Land, nach der Gründung des Staates Israel wurden alle Skrupel beiseite geschoben.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Falsch! Der Staat Israel besteht aus dem Territorium, das 1948 von der UNO-Vollversammlung ratifiziert wurde, plus Gebieten, die Israel durch erfolgreiches Zurückschlagen von arabischen Armeen in Besitz nahm. Die West Bank wurde 1948 bis '67 von Jordanien besetzt und alle dort lebenden Juden wurden vertrieben oder getötet. Trotzdem wurde dort kein Palästinenserstaat aufgebaut, weil kein Pali-Araber einen verlangte. Erst als Israel das Gebiet einnahm, kamen plötzlich solche Forderungen.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Die sogenannten "Friedensgespräche" waren von israelischer Seite sowieso nur Show zur Beruhigung der USA. Vielleicht wäre es an der Zeit, Israel abzubrechen und in einer amerikanischen Wüste neu aufzubauen. Das wäre ein monumentaler Beitrag zum Weltfrieden!
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    1. Antwort von A. Lüthis, Bern
      @kari huber, surin: Na ja, das wäre nicht im Interesse der USA. Das einzige Interesse der USA ist: Militärischer Stützpunkt und Kontrolle im Nahen Osten direkt vor Ort, "unter Israelischer Flagge". Dieses "Game" geht so lange auf, bis sich die Macht -und Wirtschaftsverhältnisse im Nahen Osten ändern---> nur eine Frage der Zeit. Dann könnte die Vergangenheit insbesondere Israel einholen, und die USA wäre mehr oder weniger aus dem "Schneider".
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