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International Israel tötet mehrere Hisbollah-Kommandanten

Der Chef der libanesischen Schiiten-Miliz hatte Israel vor Rache gewarnt. Trotzdem hat die israelische Luftwaffe in Syrien zugeschlagen. Sechs Hisbollah-Kämpfer sind tot, darunter auch der Sohn des früheren militärischen Chefs der Miliz.

Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah spricht zu seinen Anhängern.
Legende: Hisbollah-Anführer Sajjed Hassan Nasrallah hatte Israel vor Angriffen gewarnt. Keystone

Die israelische Armee hat bei einem Luftangriff in Syrien mindestens sechs Kämpfer der Hisbollah getötet, darunter drei Kommandanten der schiitischen Miliz. Das berichtet die syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärkreise. Nach libanesischen Angaben kam bei dem Angriff auch Dschihad Mughnijah, der Sohn des früheren militärischen Chefs der Hisbollah ums Leben.

Ein israelischer Helikopter beschoss offenbar unweit der von Israel besetzten Golanhöhen den Konvoi, in dem die Hisbollah-Mitglieder unterwegs waren. Die israelische Armee bestätigte lediglich, dass sie einen Luftangriff ausgeführt habe.

Israel von Dschihadisten umzingelt

Die Hisbollah hat sich im syrischen Bürgerkrieg mit der Regierung von Bashar Al-Assad in Damaskus verbündet. Welche Rolle Dschihad Mughnijah in Syrien spielte, ist nicht klar. Assad versucht seit fast vier Jahren, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Gleichzeitig ist Syrien neben dem Irak zur Hochburg der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS) geworden. Israel fürchtet, dass die Gewalt aus Syrien auf das eigene Staatsgebiet übergreifen könnte.

Der Anführer der Hisbollah, Hassan Nasrallah, hatte Israel am Donnerstag gewarnt: Angriffe auf sie würden von Iran, Syrien und seiner Miliz gemeinsam gerächt.

Drohung ohne Folgen?

SRF-Nahostkorrespondent Philipp Scholkmann erwartet allerdings höchstens eine «limitierte Reaktion» der Hisbollah. Zwar sei Nasrallah nun in Zugzwang, nachdem er Israel schon im Voraus mit Vergeltung gedroht hatte.

Allerdings sind die Hisbollah-Kräfte in Syrien gebunden. Insofern habe die schiitische Extremistenorganisation nur wenig Interesse, nun gegen Israel einen zweiten grösseren Konflikt anzuzetteln, so Scholkmann weiter. Trotzdem: «Ein gewisses Eskalationsrisiko besteht natürlich immer in dieser ohnehin schon explosiven Region.»

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Brüggee, Altendorf
    Wieso kann israel alles machen was ihm passt? Wie kann man dies rechtfertigen? Und wie kann man dagegen etwas tun ohne gleich als antisemiten bezeichnet zu werden? Es ist unfassbar was man sich auf einer seite alles gegen den islam erlaubt und auf der anderen seite das israel ein TABU thema ist!
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  • Kommentar von erwin Schatt, Unteriberg
    Was die Israelis machen ist auch keine Lösung, sie bauen in den bestzten gebieten immer wieder neue Siedlungen wo den Hass nur weiter schürt, wenn es irgend ein mal eine Lösung gibt müssen die Israelis die bestzten Gebiete von den Golan Höhen bis zum Gaza Streifen. Wenn die Israelis Angriffe fliegen nennt man es Selbstverteidigung, wenn aber die Palestinenser das gleiche machen ist es ein Terroranschlag. Drum gibt es nur eine 2 Stattenlösung.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Schwatt - wo waren Sie in den letzten 10 Jahren? - Israel zog schon 2005 komplett aus Gaza ab und siedelte dabei seine Leute komplett um. Seither wird das Gebiet autonom von den Arabern regiert, die aus diesem kleinen Juwel am Meer eine islamfaschistisches, Hamas-regierte Hölle gemacht haben. Dass aus der West Bank eine zweite Pali-Terror-Basis wird, ist daher aus Sicherheitsgründen keine Option. Deshalb darf und wird es dort auch keinen Abzug geben.
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  • Kommentar von erwin Schatt, Unteriberg
    Für das Desasster im nahen Osten sind die Europäer genauer die Briten verantwortlich, als sie nähmlich dem jüdischen Volk das damalige Palestina zu gesprochen haben ohne mit den Palästinensern zu reden, man kann einem Volk ein Gebiet zu gestehen und im gleichen atemzug ein anderes Volk vertreiben, da ist der hass vorprogrammiert. Es gibt nur eine Lösung und zwar eine 2 Staaten lösung, beide Seiten muss zugeständnisse machen.
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