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International Israel treibt Siedlungsausbau im Westjordanland voran

Kommende Woche wollen Israel und die Palästinenser zu neuen Friedensgesprächen zusammenkommen. Dass die israelischen Behörden ausgerechnet jetzt den Bau neuer Wohnungen genehmigen, dürfte Zündstoff für das Treffen liefern.

Israel treibt den Ausbau jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland voran. Erste Pläne zur Errichtung 800 neuer Wohnungen seien vorläufig genehmigt worden, sagte ein Sprecher der vom Militär geführten Zivilverwaltung im Westjordanland.

Die Regierung muss dem Ausbau noch grünes Licht geben. «Dies ist ein langwieriger Prozess», sagte der Sprecher ohne weitere Details zu nennen.

«Israel tötet jede Art von Hoffnung»

Der Schritt sorgte umgehend für Kritik. Israel «zerstört absichtlich die Zwei-Staaten-Lösung und tötet jede Art von Hoffnung», sagte eine Vertreterin der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Die Palästinenser wollen im Westjordanland einen eigenen Staat errichten. Israel beansprucht dagegen die Gebiete für sich, auf denen grosse Siedlungen stehen und die sich überwiegend nahe der israelischen Grenze befinden.

Neue Friedensgespräche

Die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern sollen am kommenden Mittwoch fortgesetzt werden – zunächst in Jerusalem, dann in Jericho im Westjordanland. Als Vermittler werde der US-Sonderbeauftragte Martin Indyk teilnehmen. Ein erstes Treffen beider Seiten hatte Ende Juli in Washington stattgefunden.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Nänny, 8804 Au ZH
    Israel wird so viel bauen, bis das ganze Volk Israel im Staat sein wird! Die Situation von Israel können wir Menschen NICHT abschätzen. Die säkulare Peitsche wird NIEMALS fassen!! Die Rückkehr vom Volk Israel ist noch lange nicht abgeschlossen. Doch wehe denen, die diesen Vorgang stoppen wollen. Der Auftakt zum Zorn G'ttes über die Menschen hat bereits begonnen. Aus diesem Grund empfehle ich den Redaktionen: "Überlegt Euch gut, was und wie Ihr über Israel schreibt. Es muss gesühnt werden!!"
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  • Kommentar von A. Gerber, Luzern
    Werde die Juden, deshalb seit Jahrhunderten weltweit und überall verfolgt, weil sie keinen Frieden wollen?
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    1. Antwort von Benito Boari, St. Gallen
      @Gerber. Passen Sie auf, dass Sie der Mossad aufgrund solcher Aussagen nicht mit dem fehlenden "n" erdrosselt.
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  • Kommentar von M. Tisserand, Schweiz
    Israel will keinen Frieden, das zeigt sich immer wieder deutlich.
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    1. Antwort von Ail.Chai, Herisau
      exgüsi, da sind Sie auf dem Holzweg - schauen Sie doch einfach die Geschichte an und lesen Sie zum Beispiel vom Unabhängigkeitskrieg im 1948. Eine 310 - fache arabische Übermacht griff Israel an, um es zu vernichten. Der frisch gegründete Staat (vom Völkerbund erwünscht, abgestimmt, mit internationalem Recht) wollte von Anfang an, in Frieden zusammenleben. Ein kleiner Teil Araber nahm das Angebot an und hat bis heute das israelische Staatsrecht. Heute leben 1,5 Mill. Araber als isr. Bürger.
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    2. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      @A.Chai: Nein, Nein, ich kann das nicht mehr hören!
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    3. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @Herr Chai, Sie erwähnen den 'Unabhängigkeitskrieg' von 1948, blenden jedoch die Vorgeschichte aus: das Gebiet, auf dem Israel heute steht, ist arabischer Boden. Und dies schon seit Jahrhunderten. Der Angriff der arabischen Länder 1948 war ein Versuch, diesen arabischen Boden zu verteidigen. Die Aggression ging von Israel aus.
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    4. Antwort von Albert Planta, Chur
      Der Staat Israel ist eine Folge der Nazipolitik. Stalin war dafür und die USA später auch. Die Briten, die dieses Gebiet verwalteten waren interessanterweise dagegen. Israel ist also das Ergebnis internationaler Politik. Es war verlockend, die Juden in ihrem alten Land anzusiedeln. Wenn sie sich bis aufs Blut verteidigen ist das aus Existenzgründen. Bekanntlich haben sie einen starken Partner im Rücken. Darum existieren sie noch.
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    5. Antwort von Juha Stump, z.Zt. in João Pessoa (Brasilien)
      @O. Wuerz: Schon wieder Nachhilfe in Geschichte gefaellig? Das heutige Israel war zu keinem Zeitpunkt reiner arabischer Boden, nicht einmal in den Zeiten vor den Kreuzzuegen, als dort "Araber" herrschten, weil diese selber sich nie als solche sahen - was zaehlte, war vor allem der eigene Stamm. Nach den Kreuzzuegen war das Gebiet lange von den Tuerken besetzt, nach dem ersten Weltkrieg von den Briten. Der groesste Teil des Gebiets, wo sich Juden bis 1948 niederliessen, war unbewohnt.
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    6. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      @A.Planta: Die Briten waren ja zuerst nicht dagegen. Ganz am Anfang half man sogar, die Geschichte dort voranzutreiben. Übrigens: Es würde auch ohne starken Partner im Hintergrund bestens funktionieren, aber dann dürfte man nicht fremdes Land wegnehmen - SO gibt es NIE Frieden!
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    7. Antwort von Albert Planta, Chur
      - SO gibt es NIE Frieden! --> Zur Not geht es auch so. Die Araber haben untereinander die viel schlimmeren Konflikte, siehe Syrien, Ägypten,Irak. Zusammen könnten sie Israel trotz der USA in Bedrängnis bringen.
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    8. Antwort von A.Stahel, Kt.Zürich
      @A.Chai: 1948 wollte Israel vielleicht noch in Frieden mit seinen Nachbarn leben. Diese Zeiten sind aber eindeutig vorbei, wie man an zahlreichen Beispielen sehen kann. Die ständigen massiven Kriegsdrohungen gegen den Iran, das Palästineser-Reservat Gaza, an dem die neusten Verteidigungswaffen demonstriert werden, invasiver Siedlungsbau im Westjordanland zusammen mit massiver Unterdrückung der dortigen Bevölkerung, besetzte Gebiete. Sieht für sie so ein friedlicher Staat aus?
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