Zum Inhalt springen

International «Israel und Saudi Arabien sehen sich als Verlierer»

Während praktisch die ganze Welt das Abkommen zwischen der internationalen Gemeinschaft und dem Iran lobt, gibt es auch kritische Töne. Diese stammen von Staaten, die sich nach dem Deal als die eigentlichen Verlierer sehen.

Legende: Video Iran-Experte Roland Popp zum Atom-Deal abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.07.2015.

Der Druck der Sanktionen muss gross gewesen sein, ansonsten wäre diese Einigung wohl kaum zustande gekommen. Sämtliche Details des Abkommens sind noch nicht bekannt, dennoch scheint, dass vor allem Teheran grosse Zugeständnisse machen musste.

Angst vor einem starken Iran

Noch ist das Abkommen nicht vollständig in trockenen Tüchern. Wenn es aber wirklich umgesetzt wird, dann dürfe man das durchaus als historisch bezeichnen sagt der Iran-Experte Roland Popp von der Forschungsstelle für Sicherheitspolitik an der ETH Zürich.

Auch wenn Teheran grosse Zugeständnisse gemacht habe, als eigentliche Verlierer ortet Popp Israel und Saudi Arabien. «Beide Staaten wollten Iran sozusagen in der Box behalten, nun könnte Iran wieder in die Weltgemeinschaft integriert werden.»

Vor einem neuen Erstarken des Irans fürchten sich sowohl Saudi Arabien als auch Israel. Nach Jahren des Embargos könnte Iran wieder zu einer Wirtschaftsmacht und damit zu einem Machtfaktor werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von E. Jenni, Ottikon
    Das Abkommen ist eine Lizenz zum Töten! Der Iran gewinnt voraussichtlich den Deal, Hunderte Milliarden Dollar, mit denen das Land weiter Aggression und Terror in der Region und der Welt vorantreiben kann. Heute ist ein trauriger Tag, denn dies ist ein schlimmer Fehler historischen Ausmasses!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Eveline M.Rudin-Metz, 8117 Fällanden (in absentia)
      Welche Aggression? Terror? Aus Iran kam noch nie ein Terrorist noch ein Attentat. Der Iran verabscheut die Taliban, hat diese mit den Amerikaner bekämpft. Dies im Gegensatz zu den Saudis. Hat Iran etwa einen Krieg angefangen? Nein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Ein Hoch auf den Iran. Ein Land, dass zwar aus unserer Sicht einige komische Gesetze hat, aber definitiv kein Aggressor ist. Israel kümmert sich einen Feuchten um das Völkerrecht. Die illegalen Siedlungen. müssen abgerissen werden! Von Saudi Arabien will ich gar nicht erst anfangen.. Ist doch kein Wunder, dass sich diese zwei Terrorregimes an dem Abkommen stören.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Wie kommen Sie zu Ihrem sehr einseitiges Urteil über den Iran? Religiöse Motive? Es empfiehlt sich, die Geschichte des Irans der letzten 150 Jahre zu betrachten um zu verstehen WAS zu der "Islamischen Revolution" von 1979 geführt hat. Schlagen Sie nach unter Einflusszonen, Anglo-American Oil, Morgan Shuster, Mossadegh, etc. beachten sie die endlose Kette von Aggressionen durch Russen, Osmanen, Engländer und Amerikaner VOR 1979 und die leider bescheidenen Talente der Kadjaren und der Pahlawis.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von James Klausner, Interlaken
    Anstatt sich in der Rolle der Beleidigten und Verschmähten einzurichten und Gehässigkeiten abzusondern, empfiehlt es sich für die Israelis und den Saudis, nun ebenfalls das Gespräch mit dem Iran zu suchen. Es gibt nicht nur Gegensätze in diesen alten Beziehungen, sondern auch viele historische, kulturelle und nicht zuletzt ökonomische Anknüpfpukte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Eveline M. Rudin-Metz, 8117 Fällanden (in absentia)
      Die USA werden weiterhin Israel unterstützen, den Siedlungsbau sollten die aber endlich beenden. Nun, IRAN als shiitisches Land ist ein wichtiger Stein des Bollwerks gegen ISIS (Sunniten), das Abkommen mit der westlichen Welt und endlich diese Annäherung sind sehr begrüssenswert und absolut essentiell für die Stabilität im vorderen Orient.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen