Zum Inhalt springen

International Israelischer Spion nach 30 Jahren Haft freigelassen

Jonathan Pollard hatte in den achtziger Jahren als Mitarbeiter der US-Marine für den israelischen Geheimdienst Mossad spioniert. Israel hatte lange Zeit seine Freilassung gefordert und dem gebürtigen Texaner während seiner Haft die israelische Staatsbürgerschaft ausgestellt.

Demonstranten halten Plakate mit einem Bild von Pollard.
Legende: Jonathan Pollard gilt in Israel als Nationalheld: Demonstranten bei einer Kundgebung im Jahr 2005. Keystone

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äusserte sich in einer ersten Reaktion erleichtert über die Freilassung «nach drei langen und schwierigen Jahrzehnten».

Jonathan Pollard hatte in den 1980er Jahren als Mitarbeiter der US-Marine für den israelischen Geheimdienst Mossad spioniert. Bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1985 hatte er Israel Dokumente mit US-Spionagematerial aus dem arabischen Raum übergeben. Dafür wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

Freilassung bisher abgelehnt

Israel hatte immer wieder seine Freilassung gefordert, was bisher aber von allen Präsidenten der USA abgelehnt worden war.

Ende Juli entschied eine Bewährungskommission, Pollard vorzeitig aus der Haft zu entlassen. Zu den Auflagen zählt, dass der 61-Jährige die USA fünf Jahre lang nicht verlassen darf.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von S. Bolliger (sobo)
    @srf: Gestern sind bei weiteren Anschlägen in Israel fünf Menschen getötet worden. Habe bis anhin keinen Bericht zu dieser Tragödie gefunden! Wäre mindestens so wichtig wie die Zeilen über Pollard.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @Bolliger: Da pflichte ich ihnen bei. SRF hält es nachwievor nicht für nötig, auch auf diese wiederholten, abscheulichen Taten hinzuweisen. Wären es Palästinenser gewesen die von einem extremistischen Juden getötet worden wären, hätte man nicht nur an erster Stelle darüber berichtet, auch die Kommentarspalten wären wieder voll gewesen mit hässlichen Anspielungen gegen die Israeli! Scheinbar ist es zur Normalität geworden, wenn Juden bestialisch abgestochen werden!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von S. Buso (S. Buso)
      Da muss ich Ihnen auch beipflichten, ich informiere mich deshalb auch immer direkt in Israel! Dass nämlich wieder der Bau von 450 Wohnungen in besetztem Gebiet genehmigt wurden, trotz Kritik aus der ganzen Welt, liest man sonst auch nirgends..deshalb wundert mich nicht, dass die Anschläge weitergehen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von S. Bolliger (sobo)
      @Buso: Würden Sie sich wirklich in Israel informieren, wüssten Sie, dass es gar nicht um die Siedlungen geht, sondern dass dies reine Augenwischerei ist und die restliche Welt aufgehetzt werden soll. Das Land wurde in der Regel von den Juden rechtmässig gekauft und nicht gestohlen...aber wen interessiert das schon?! Hauptsache man macht Stimmung gegen Israel, wenn dazu auch Lügen gebraucht werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen