ISS-Mission trotz Nasa-Debakel nicht in Gefahr

Alles save: Trotz des missglückten Starts einer US-Transportrakete müssen die ISS-Astronauten vorerst keine unfreiwillige Diät einlegen. Lebensmittel und Versorgungsgüter reichen noch über einen längeren Zeitraum.

ISS und Sojus-Raumtransporter im All fotografiert mit Sicht auf die Erde.

Bildlegende: Vorerst müssen sich die Astronauten der ISS keine Gedanken machen. Ihre Vorräte reichen noch über Monate. Keystone

Wenige Stunden nach der Explosion des Raumfrachters «Cygnus» beim Start in den USA hat Russland einen Transporter mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS ins All geschossen. Die Sojus-Trägerrakete transportierte Nahrungsmittel, Treibstoff und private Post.

Sie hob am Morgen wie geplant vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, wie die Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte. Der Progress-Transporter soll nach rund sechs Stunden an der ISS festmachen.

Vorräte reichen für ein halbes Jahr

Laut Nasa-Topmanager William Gerstenmaier hatte die in der gestrigen Nacht abgestürzte Trägerrakete keine lebensnotwendigen Versorgungsgüter für die Besatzung der ISS an Bord. «Die Mannschaft ist in keiner Gefahr.»

Derzeit arbeiten drei Russen, zwei Amerikaner und der Deutsche Alexander Gerst auf dem Aussenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe.

Die sechs Astronauten hätten genügend Lebensmittel und andere notwendige Versorgungsgüter, um mindestens ein halbes Jahr damit auszukommen, erklärte die US-Raumfahrtbehörde.

Mehr zum Thema

Die Explosion des Frachters «Cygnus» ist ein schwerer Schlag für die US-Raumfahrt. Denn eigentlich wollte man von Russland unabhängiger werden. Doch dieser Wunsch rückt nun vorerst in weite Ferne. Weshalb, lesen Sie hier.