Italien geht gegen korrupte Politiker vor

Italiens Ministerrat fordert mehr Transparenz: Politiker und ihre Angehörigen bis zum zweiten Grad müssen künftig Informationen über ihr Vermögen veröffentlichen. Korrupten Staatsbeamten drohen Gefängnisstrafen.

Abgeordnete im Parlament in Rom.

Bildlegende: Italien passt sich an internationale Standars zur Bekämpfung der Korruption an. Keystone

Das Kontobüchlein offenlegen: Der italienische Ministerrat hat ein Massnahmenpaket verabschiedet. Ziel ist mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung.

Auch Private unter Beobachtung

Mit dem Paket soll ein vom Parlament bereits gebilligtes Anti-Korruptionsgesetz konkret umgesetzt werden.

Italien will sich an internationale Standards zur Bekämpfung der Korruption anpassen. Dem Gesetz zufolge drohen Staatsbeamten wegen Korruption künftig bis zu fünf Jahre Haft.

Die Korruption soll mit dem neuen Gesetz nicht nur in der öffentlichen Verwaltung, sondern auch in der Privatwirtschaft effizienter bekämpft werden. Laut internationalen Studien kostet die Korruption das Land jährlich 60 Milliarden Euro.