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International Italien rettet innert 24 Stunden über 3000 Flüchtlinge

Eine beispiellose Flüchtlingswelle hat Italien erreicht. Die meisten Menschen stammen aus Nordafrika. Sie werden nach Sizilien gebracht – denn das Aufnahmezentrum auf Lampedusa ist bereits überfüllt.

Legende: Video So viele Flüchtlinge wie noch nie abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.06.2014.

Die italienische Küstenwache hat erneut tausende Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Innerhalb von 24 Stunden seien rund 3000 Menschen gerettet worden, teilte die Marine am Samstag mit.

Laut der Zeitung «La Repubblica» stammt der Grossteil der Flüchtlinge aus Syrien und Ägypten. Am Samstag seien 1300 Menschen gerettet worden, teilte die Marine mit. Bereits am Freitag seien mehrere Boote mit 1440 Flüchtlingen aufgebracht worden, unter ihnen 264 Kinder. Vor der Insel Lampedusa nahm die Marine demnach 200 weitere Bootsinsassen an Bord.

Ein neuer Rekord zeichnet sich ab

Jeden Monat versuchen tausende Menschen, von der nordafrikanischen Küste aus in überladenen und wenig seetüchtigen Booten über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Nach Angaben der italienischen Regierung strandeten im Laufe des Jahres bereits 39'000 Flüchtlinge an den Küsten Italiens oder wurden aufgegriffen. Die 2013 registrierte Gesamtzahl von 43'000 Ankünften dürfte damit in diesem Jahr deutlich übertroffen werden.

Bei den Überfahrten kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Eines der schlimmsten Unglücke ereignete sich im Oktober 2013, als vor Lampedusa 366 Flüchtlinge ums Leben kamen. Das überfüllte Boot war in der Nähe der Insel gekentert. Rom startete danach den Einsatz «Mare Nostrum», bei dem Kriegsschiffe, Drohnen und Helikopter eingesetzt werden, um Flüchtlingsboote ausfindig zu machen und die Insassen zu retten.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Man merkt, dass die Frontex ihren Auftrag, die Aussengrenzen Europas zu schützen, gar nicht erfüllen will, was im Sinne von Brüssel ist. Die linke EU-Immigrationszarin Celilia Malmström propagiert ja schon seit langem, dass Europa die Grenzen nach Afrika öffnet und Menschen en masse importiert, damit sie eines Tages unsere Renten bezahlen. Ein Irrsinn sondergleichen, wenn man bedenkt, dass in Afrika nichts funktioniert, obwohl der Westen schon Abermilliarden an Hilfsgeldern investiert hat.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Europa wird noch über viele Jahre Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen müssen. Denn es wird viel Zeit in Anspruch nehmen, bis in afrikanischen Ländern und Ländern des Nahen Ostens verantwortungsbewusste und demokratische Regierungen die Ruder übernommen haben. Und die Politik Europas, mit subventionierten Gütern die Wirtschaft in diesen Ländern unten zu halten, trägt den Rest zu den Migrantenströmen bei.
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  • Kommentar von Bieri Peter, Herzogenbuchsee
    Man sollte sie wieder zurückführen in Ihr Land
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