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International Italien schliesst Steuerdeal mit Vatikan

Die Vatikanbank dient italienischen Steuersündern als Schlupfloch. Nach monatelangen Verhandlungen steht nun ein Abkommen mit dem Vatikan. Es ermöglicht einen automatischen Austausch von Steuer- und Finanzdaten.

Zwei Polizisten im Vordergrund, im Hintregrund der Petersdom.
Legende: Unversteuerte Gelder in der Hausbank des Papstes verstecken, das ist nun nicht mehr möglich. Keystone

Das eigene Geld auf der Vatikanbank verstecken, um in Italien keine Steuern zu zahlen – das ist nicht länger möglich. Der Vatikan und Italien haben ein Abkommen unterzeichnet, das den Austausch von Finanzinformationen vorsieht. Betroffen sind italienische Institutionen sowie Personen, die in Italien leben. Wenn sie ein Konto bei der Vatikanbank IOR unterhalten oder Finanzgeschäfte über den Heiligen Stuhl abwickeln, erfährt das künftig auch Rom.

Der vatikanische Aussenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher, legte Wert darauf, zu unterstreichen, dass sich der Vertrag von jenen mit der Schweiz und den Fürstentümern Monaco und Liechtenstein unterscheide. Der Grund sei, dass der Vatikan auf keiner italienischen Schwarzen Liste mit Steuerparadiesen figurierte.

Daten ab dem Jahr 2009 betroffen

Finanzrenditen werden nun rückwirkend ab dem Jahr 2014 besteuert. Steuerinformationen werden schon ab dem Jahr 2009 ausgetauscht. Das dürfte es Italien erleichtern, Aufklärung über Steuerhinterziehung und andere Finanzvergehen zu bekommen.

Ausgenommen von der Steuerpflicht bleiben jedoch die vatikanischen Immobilien, die von Italien als extraterritorial anerkannt werden. Dazu gehört auch die Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo.

Bisher hatte der Vatikan nach Meinung der italienischen Zentralbank die internationalen Standards für Finanztransfers nicht erfüllt. Daher durften italienische Banken nicht direkt mit der Vatikanbank IOR zusammenarbeiten.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt Wirtschaftskanzlei, Zillis
    Der Herr hat`s gegeben,der Herr hat`s genommen..... in Spiritus sancti. Oh Patre Nostre vergib Ihnen den Sie wissen nicht was Sie tun.... uns antun.
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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Warum nicht , es liegt doch viel Wahrheit in dem Kommentar, da muss gar nicht spekuliert werden!
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  • Kommentar von G.Beretta, Bern
    Dass der Vatikan ein Bank hat sagt schon alles. Was für eine Schande aber nicht überraschend für eines der kleinsten Länder in der Welt. Von Spiritualität, Ethik, Respekt und Verbindung zu Gott keine Spur. Immer auf der Seite von Diktatoren, Mafiosos, Banksters und Geheimlogen. Hab ich was vergessen? Amen
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    1. Antwort von Tom Timme, Sursee
      und das getraut sich hier ein Schweizer zu schreiben.
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    2. Antwort von c.jaschko, Bern
      Herr Berreta, Sie haben ausgelassen Die Nazis...Keiner hat so gut gehandelt ums Gold wie die Vatikanbank, Die Vatikanbank hat sich dum und dämlich verdient mit dem Nazi-Gold :-) Unser Planet ist total FAKE es geht immer nur um Geld , nichts anderes zählt hier :-) Im Universum man möchte nichts mit uns zu tun haben da wir total verdreht sind :-) Man lässt uns verkommen an eigener Dummheit :-)
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    3. Antwort von Christa wüstner, Reinach
      Zum Glück, Herr Jaschko, wollen die im Universum nichts mit uns zu tun haben. Wir wären alle völlig überfordert, müssten wir uns noch mit denen auseinandersetzen.
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    4. Antwort von c.jaschko, Bern
      C.W. ich denke wir werden als Arogante-Barbaren angesehen :-) finden Sie es wirklich es könnte schlimmer zugehen mit Hilfe von höher entwickelten Lebewesen wie es jetzt auf dem Planeten zu geht :-) oder spricht aus uns eine neue Art der Phobia vor dem Unbekannten :-) Ich denke mehr FAKE wie es bei uns auf dem Planeten zu geht , geht es gar nicht mehr und jede Hilfe sollte willkommen sein :-) Unser Planet wird bald untergehen ohne Intelligente-Hilfe von Aussen oder finden Sie nicht :-)
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