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International Italien warnt vor Flüchtlingswelle riesigen Ausmasses

Droht Europa der Ansturm von Flüchtlingen aus Afrika? Glaubt man Rom, steht er unmittelbar bevor – vor allem aus Libyen.

Mehr als 200 Migranten landeten mit diesem Boot im Januar auf Lampedusa. (Archiv)
Legende: Mehr als 200 Migranten landeten mit diesem Boot im Januar auf Lampedusa. Keystone

Italien hat vor einer neuen massiven Flüchtlingswelle aus Nordafrika gewarnt. Das italienische Aufnahmesystem für Migranten stehe vor dem Kollaps, sagte der Generaldirektor für den Grenzschutz, Giovanni Pinto, vor dem Senat in Rom.

«Laut unseren Informationen warten bis zu 800'000 Menschen in Nordafrika auf die Gelegenheit, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen». Man wisse nicht mehr, wo die Flüchtlinge untergebracht werden sollten», so Pinto. Vor allem auf Sizilien sei das Problem akut.

Kosten in Millionenhöhe

Allein in Libyen würden Hunderttausende auf die Fahrt nach Europa warten. «Hier gibt es keinen Premier, keine Minister, sondern nur zwei Clans, die das Gebiet kontrollieren. Wir können mit keiner Regierung verhandeln, uns fehlt der Gesprächspartner», klagte Pinto.

Die Mission «Mare Nostrum» zur Rettung der Migranten im Mittelmeer, die Italien nach den Flüchtlingstragödien vor Lampedusa gestartet hatte, koste den Staat 9,5 Millionen Euro im Monat, erklärte Pinto.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Seid fruchtbar und mehret Euch.Egal ob Ihr mal was zum Essen findet.Jeder Mensch ist ja sooo wertvoll.Spielt keine Rolle,wenn er vor Hunger stirbt oder aus Existenznot im Meer ertrinkt oder kriminell wird."La Vita e Bella !"So oder so.So wird zumindest von allen Ecken"gepredigt".Es wacht wer über uns alle(angeblich)und findet das "mega cool".Also bitte,nicht allzu viel Verantwortung übernehmen.Könnte sonst recht mühsam werden.(Für "Gewisse" zumindest)
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    1. Antwort von B. Ellmerer, Bern
      Mich erschrecken sie zynischen und menschenverachtenden Kommentare und ich bin erstaunt, dass sie hier veröffentlicht werden. Das ist wohl ein Ausdruck der Hilflosigkeit angesichts dieses Flüchtlingselends.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      B.E./Sie haben es richtig erfasst.Ja,es ist Zynismus pur.Und wie Sie ebenso richtig festgestellt haben,aus Hilflosigkeit und damit verbundener Wut.Wut darüber,dass die"ursächlichen"Mechanismen,die dieses ungeheure"Elend"verursachen,nicht"ehrlich"kommentiert werden.Wut darüber,dass "Pseudoverantwortungsträger"mit"Pseudautoritäten"in unserem scheinbar"aufgeklärten Jahrhundert"(aufgrund vorhandener Möglichkeiten)immer noch die"Kompetenz"zugestanden wird,rücksichtslos über Menschenleben zu befinden.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Man weis woher sie kommen, wie einfach, vor der Kueste Libyens zB ausserhalb der 3Meilen Zone Patrouille fahren und wer rauskommt postwendend zuruecksenden! Vorher soviel Treibstoff wegnehmen, dass es nur noch zur Rueckreise genuegt.. und siehe.... es waren thausende weniger!
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  • Kommentar von Paul Soltermann, Fuqing
    Das ist eine direkte Auswirkung der NATO-Luftangriffe auf Libyens gewachsene Regierungs-Struktur ... wie auch immer, Gadhafi hatte es vor seiner Ermordung durch die NATO noch geschafft im Land fuer Ruhe und Ordnung zu sorgen ... die Fluechtlingsstroeme haben erst durch die Einmischug von Aussen angefangen. Ach ja, er hat dann leider M.Calmy-Rey beleidigt ...
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