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International Italiens Regierung begleicht Milliarden-Schulden bei Privaten

Die italienische Übergangsregierung hat angekündigt, 40 Milliarden Euro an private Unternehmen zurückzuzahlen. Firmen erhalten damit mehr Liquidität und können etwas gegen die Rezession unternehmen, so die Hoffnung.

Italiens Übergangsregierung hat die Rückzahlung von 40 Milliarden Euro an den Privatsektor angekündigt. Der Beschluss des Kabinetts sieht eine Auszahlung in den kommenden zwölf Monaten vor. Mit dem Geld soll Firmen mehr Liquidität bereitgestellt und die Rezession bekämpft werden.

Legende: Video Italien begleicht Milliarden-Schulden abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.04.2013.

Trotz der Auszahlung wolle man nach wie vor die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des BIP einhalten. Aus Regierungskreisen verlautete, Wirtschaftsminister Vittorio Grilli werde am Montag in Brüssel mit EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn über die Massnahmen sprechen.

Insgesamt soll Italien Lieferanten und Dienstleistern zwischen 90 und 130 Milliarden Euro schulden, berichteten italienische Medien. Oft brauche der Staat jahrelang, um Forderungen zu begleichen, weshalb vielen Unternehmen die Pleite drohe.

4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    ...schön dass nun auch die mafia wieder pünktlich zu geld kommt...
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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    Monti spielt sich als der grosse Retter auf. Selbst wenn (wenn!!) die 40 Mil ausbezahlt würden, fehlen immer noch 60-70 Mil, welche den Lieferanten von Leistungen gehören und nicht dem Staat. Unternehmer welche die Steuer 1 Tag zu spät bezahlen, werden betrieben und von Banken geschnitten. Monti hat auch hier wieder alles so kompliziert gemacht, dass schlussendlich nur die Banken profitieren. Die Unternehmer werden nur schwer an ihr Geld kommen. Alles halt italienisch.
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  • Kommentar von Sascha Freitag, Ermatingen
    Vielleicht sind die privaten Unternehmen so pleite wie der Staat, wenn es dann mal so weit ist mit der Auszahlung. Würde mich ja mal interessieren, wie die italienischen Banken zu den Firmen stehen, die leider Staatsaufträge ausgeführt haben und jetzt mit den entsprechend schlechten Bilanzen noch um Kredite betteln müssen.
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