IWF-Chefin Lagarde will nicht

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds kandidiert nicht für das Präsidium der EU-Kommission. Ihr jetziger Job sei sehr wichtig. Das Rennen um das hohe Amt geht weiter.

«Ich bin keine Kandidatin, weil ich bereits einen Job habe», sagte Christine Lagarde auf Fragen von Journalisten an einer Medienkonferenz vom Freitag. Sie wolle ihr Mandat als IWF-Direktorin abschliessen.

Portrait von Christine Lagarde

Bildlegende: Christine Lagarde will den Internationalen Währungsfonds nicht verlassen. Keystone

Im Vorfeld hatten Medien die 58jährige Französin immer wieder als mögliche Kandidatin für das Amt des EU-Kommissionspräsidiums genannt – dies vor allem als Alternative zum früheren Luxemburger Premierminister Jean-Claude Juncker. Seine Partei, die konservative Europäische Volkspartei, ist nach der Europawahl von vergangenem Monat die stärkste Fraktion im EU-Parlament. Gegen seine Kandidatur gibt es allerdings Widerstand, so zum Beispiel vom britischen Premierminister David Cameron.

Es wird erwartet, dass der neue Präsident der EU-Kommission, dem Exekutivorgan der Europäischen Union, Ende Juni gewählt wird.