IWF gibt Hilfskredit für Irland frei

Vor drei Jahren stürzte Irland in die Krise. Seither fliesst regelmässig Geld von IWF und den Euro-Ländern gen Norden. Eine der letzten Tranchen ist nun überwiesen worden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat grünes Licht für einen weiteren Hilfskredit aus dem Euro-Rettungspaket für Irland gegeben. Der Fonds überwies am
Mittwoch die nächste Tranche über eine Milliarde Euro an die Regierung in Dublin.

Der IWF und die Euro-Länder haben Irland Hilfskredite über 85 Milliarden Euro versprochen, wovon der Währungsfonds 30 Milliarden Euro stemmt.

Bis Ende Jahr ohne Rettungsschirm

Irland wurde im November 2010 als erster Euro-Staat nach Griechenland mit den Hilfsgeldern seiner Partner vor der Pleite gerettet. Das Platzen einer Immobilienblase hatte tiefe Löcher in die Kapitaldecken irischer Banken gerissen und das gesamte Finanzsystem des einstigen EU-Boomlandes in den Abgrund gestürzt.

Irland erklärte sich bereit, seine Geldinstitute einer umfangreichen Überprüfung zu unterziehen. So sollen die internationalen Geldgeber davon überzeugt werden, dass die ursächlichen Probleme der Krise inzwischen gelöst sind. Bis zum Jahresende soll Irland den Euro-Rettungsschirm verlassen haben.