Kabinett gibt grünes Licht Japans Kaiser darf zurücktreten

Kaiser Akihito lächelt und winkt.

Bildlegende: Der japanische Kaiser kämpft mit gesundheitlichen Probleme und liebäugelt mit dem Rücktritt. Keystone

  • Das japanische Kabinett hat ein Gesetz verabschiedet, das Kaiser Akihito die Abdankung gestattet.
  • Der 83-jährige hatte bereits im vergangenen August einen möglichen Rücktritt angedeutet und damit in Japan ein breite Debatte ausgelöst.
  • Als Gründe für seine Amtsmüdigkeit nannte Akihito sein fortgeschrittenes Alter und gesundheitliche Probleme.

Steigt Kaiser Akihito tatsächlich vom Thron, wäre das der erste Rücktritt eines japanischen Kaisers seit 200 Jahren. Akihito rückte im Jahr 1989 nach, damals starb sein Vater Hirohito. Tritt er effektiv zurück, würde sein ältester Sohn, der 57-jährige Kronprinz Naruhito, folgen. Frauen sind von der Thronfolge ausgeschlossen.

Massgeschneidertes Gesetz

Die japanische Regierung erwartet eine zügige Verabschiedung des Abdankungsgesetzes. Dieses bezieht sich nur auf den aktuellen Kaiser. Wann Akihito zurücktreten könnte, ist nicht bekannt. Japanische Medien spekulieren auf Ende 2018: Der Kaiser wäre dann 85 und nahezu 30 Jahre im Amt.