Zum Inhalt springen

International Jebalis Rücktritt verschärft Krise in Tunesien

Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali gibt auf. Der als gemässigt islamisch geltende Regierungschef gab seinen Rücktritt bekannt. Damit erreicht die Regierungskrise in Tunesien einen neuen Tiefpunkt.

Legende: Video Jebali macht mit Rücktritt Ernst abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 19.02.2013.

Nach der gescheiterten Bildung einer Expertenregierung in Tunesien ist Ministerpräsident Hamadi Jebali zurückgetreten. «Ich habe versprochen, dass ich zurücktreten werde, wenn meine Initiative scheitert, sagte Jebali nach einem Treffen mit Präsident Moncef Marzouki.

Am Vorabend war die Bildung einer von Jebali gewünschten unabhängigen Technokratenregierung gescheitert. Die Parteien des Landes fanden keine Einigung.

«Die Revolution ist nicht gescheitert»

«Das Scheitern meiner Initiative bedeutet nicht das Scheitern Tunesiens oder das Scheitern der Revolution», sagte der zurückgetretene Ministerpräsident. Jebali kündigte an, dass er sich nun um eine Regierung bemühen werde, die von den meisten Parteien unterstützt werde.

Mit dem Plan für eine Kabinettsumbildung hatte Jebali auf die Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaïd vor eineinhalb Wochen reagiert. Nach der Bluttat hatte es in Tunesien Massenproteste von Regierungsgegnern gegeben.

Oppositionelle machen die regierende Ennhada-Partei für den Anschlag auf Belaïd verantwortlich. Die Bewegung der gemässigten Islamisten, die nach dem Volksaufstand von vor zwei Jahren an die Macht kam, weist die Vorwürfe zurück.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Wie die Herrschaftspyramiden in den arabischen Ländern autokratisch aufgebaut sind unter direktem oder indirektem Einbezug der islam. Geistlichkeit ist es auch nach den Revolutionen in den diversen Ländern gar nicht möglich von einer demokratischen Wandlung der diversen Ländern zu sprechen. Die Jugend resigniert früher oder später und die Intellektuellen wandern zum grossen Teil aus. Zurück bleibt ein Lumpenproletariat welches von den Muslimbrüdern zu Ihren Zwecken misbraucht wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen