Jemen: Heftige Explosion erschüttert Zentrum von Sanaa

Mitten in Jemens Haupstadt Sanaa hat ein Selbstmordattentäter einen Sprengstoffgürtel gezündet. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Augenzeugen berichten von mindestens 43 Toten. Bekannt hat sich zum Anschlag bislang niemand. Verdachtsmomente gibt es indes schon.

Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Dies berichtet ein Reuters-Korrespondent. Viele weitere Menschen seien verletzt worden.

Rache an den Huthis?

Der Anschlag galt der Schiiten-Organisation der Huthis. Ein Polizeivertreter sagte, ein Mann habe an einer Huthi-Kontrollstelle einen Sprengstoffgürtel gezündet. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt, was nicht bedeutet, dass die Behörden gänzlich im Dunkeln tappen.

Der Ablauf deutet auf die Extremisten-Organisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel hin. Wenige Stunden vor der Explosion hatte der vom jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi ernannte Regierungschef Ahmed Awad bin Mubarak seinen Rücktritt erklärt (siehe Box). Er beugte sich damit dem Druck der schiitischen Huthi-Rebellen, die vor zwei Wochen die Hauptstadt Sanaa erobert hatten.