Jetzt bestätigt auch der IS: «Jihadi John» ist tot

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Tod ihres britischen Kämpfers «Jihadi John» bestätigt. Mohammed Emwazi, der mehrere westliche Geiseln hingerichtet hatte, sei im November bei einem US-Drohnenangriff in Syrien getötet worden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Tod des als «Jihadi John» bekannt gewordenen Briten Mohammed Emwazi bestätigt. Die USA hatten den Luftangriff bei Rakka bereits im November gemeldet. Der so genannte «IS-Schlächter» sei «so gut wie sicher tot», hiess es damals.

In einem Online-Propagandamagazin der Terrormiliz heisst es, das Auto von «Jihadi John» sei beim Drohnenangriff im November zerstört worden. Der Jihadist sei sofort tot gewesen. Das Magazin feiert ihn nun in einem langen Artikel als «Märtyrer».

Verherrlichung der Paris-Attentäter

Zugleich veröffentlichte der IS in dem Internetmagazin die Namen und Fotos von neun Attentätern, die im November an den Pariser Terroranschlägen beteiligt gewesen sein sollen. Dabei handle es sich um vier Franzosen, drei Belgier und zwei Iraker.

Bei den Anschlägen hatten Terrorkommandos 130 Menschen getötet. Auch sieben Attentäter kamen ums Leben. Weitere Angreifer und Komplizen werden gesucht. Der IS bekannte sich damals zu dem Attentat.

«Jihadi John»

Mohammed Emwazi, ein in Kuwait geborener Brite mit irakischen Wurzeln, war ab August 2014 in mehreren Videos der IS-Miliz zu sehen, wie er schwarz gekleidet und vermummt westliche Journalisten und Entwicklungshelfer enthauptete. Die Bilder wurden zum Symbol für die Grausamkeit des IS. Wegen seines britischen Akzents wurde er «Jihadi John» genannt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Neuer Jihadi John

    Aus Tagesschau vom 8.1.2016

    Erneut ist ein Brite in einem IS-Propagandavideo aufgetaucht. Obwohl die britischen Behörden betonen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, Islamisten daran zu hindern, sich dem IS anzuschliessen, gelang einem polizeibekannten Extremisten die Flucht.