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International Jordanien kündigt dem IS «gnadenlosen Krieg» an

Die jordanische Luftwaffe hat nach der Ermordung eines ihrer Piloten neue Einsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Derweil kondolierte Jordaniens König Abdullah der Familie des Piloten. Die Kriegsrhetorik wird zunehmend martialischer.

Jordanische Kampfjets haben Ziele der IS-Extremisten in der nordsyrischen Provinz Rakka bombardiert. Dies teilte die jordanische Armee gestern Abend mit. Dabei seien Waffendepots und Ausbildungslager der IS beschossen worden. «Alle Ziele» seien zerstört worden.

Die jordanische Armee erklärte weiter, ihre Einsätze so lange fortzusetzen, bis der IS «ausgerottet» sei. Im gleichen Tonfall äusserte sich König Abdullah II. Dieser kündigte einen «gnadenlosen Krieg» gegen die Extremisten an.

Legende: Video «Riesige Wut in Jordanien» abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.02.2015.

Auf ihren Rückflug überflogen die Besatzungen demonstrativ Karak, den Heimatort des getöteten Piloten. Dorthin war der jordanische König Abdullah gekommen, um der Familie zu kondolieren. In jordanischen Sicherheitskreisen hiess es darüber hinaus, es seien auch Ziele in der Provinz Deir al-Zor angriffen worden.

Die Extremisten hatten den jordanischen Piloten Muas al-Kasasba bei lebendigem Leib verbrannt und die Aufnahmen veröffentlicht. Jordaniens König Abdullah II. kündigte nach der grausamen Tat einen «gnadenlosen Krieg» gegen die Extremisten an.

Die Tat hat in Jordanien einen Schulterschluss in der Bevölkerung hervorgerufen. Obwohl König Abdullah ohne Rücksprache bei Volk und Parlament das Kämpfen in der Anti-IS-Koalition beschlossen hatte, wird er in dieser Sache zunehmend unterstützt.

Breite Anti-IS-Koalition

US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Extremistenmiliz IS als «brutale und scheussliche Todessekte». Die sunnitischeOrganisation begehe im Namen der Religion unaussprechliche Taten, sagte er in Washington.

Jordanien gehört zu den arabischen Staaten, die den IS im Nachbarland unter US-Führung aus der Luft angreifen. Zur Anti-IS-Koalition gehören mehr als 60 Staaten. An den Luftangriffen auf die Islamisten in Syrien beteiligen sich demnach auch Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Bahrain. Die Einsätze im Irak werden zudem von Australien, Grossbritannien, Frankreich und Kanada geflogen.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Doris Loegel, Fulenbach
    Danke Herr Bächler für Ihren Beitrag.Einige dieser schönredenden Kommentare hier zu lesen,wie lange die Gräueltaten von Christen zurückliegen + heute wohl unmöglich wären,ist einfach kaum zu ertragen.Schon lange hätten eigentlich alle einigermassen sich um Objektivität bemühende Menschen die Möglichkeit zu wissen,dass Religion gleich welcher Zugehörigkeit von perversen Kriminellen missbraucht wird,um Menschen einzuschüchtern + umzubringen.Von Christen übrigens mehr als 7 Mio vor noch 70 Jahren.
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  • Kommentar von F. Alex, Arth-Goldau
    Ob Muslim, Christ oder Jude ist mir eigentlich Sch...egal. Gräueltaten sind unabhängig von der "Religion" scheusslich - eigentlich sind und waren das in jeder Zeitepoche ganz einfach perverse Kriminelle. Egal ist es aber nicht, dass HEUTE noch solche Taten einfach hingenommen und teilweise sogar unterstützt werden.
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  • Kommentar von Sascha Stalder, Oberdiessbach
    Hoffentlich treffen sie die Richtigen.
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