Journalisten-Legende David Frost gestorben

Die hartnäckigen Interviews mit Ex-US-Präsident Richard Nixon machten ihn weltberühmt: Der britische Journalist David Frost ist tot.

Nahaufnahme David Frost

Bildlegende: David Frost galt als einer der bekanntesten TV-Interviewer sowohl in Grossbritannien als auch in den USA. Keystone

Der britische Journalist und Fernsehmoderator David Frost ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das gab seine Familie in London bekannt. Er starb demnach am Samstag an Bord eines Kreuzfahrtschiffes, vermutlich an den Folgen eines Herzinfarkts.

Er moderierte viele Jahre lang die frühmorgendliche Sendung «Breakfast with Frost» im BBC-Fernsehen.

Der langjährige BBC-Journalist war 1977 zu Weltruhm gelangt, als er Ex-US-Präsident Richard Nixon in mehreren Interviews über den Watergate-Skandal «grillte». Nixon entschuldige sich dabei erstmals öffentlich für seine Taten. Frosts Tod kam den Angaben zufolge überraschend. «Die Familie ist erschüttert», heisst es in einer Erklärung.

«Frost war brillant»

Barney Jones, Produzent der Sendung «Breakfast with Frost», ist erschüttert: «Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe 13 Jahre lang mit ihm gearbeitet.»

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Barney Jones über David Frost (Englisch)

0:21 min, vom 1.9.2013

Er sei immer voll begeistert an allem gewesen, was er gemacht habe. Für ihn sei alles immer eine neue Herausforderung gewesen. «Frost liebte das Fernsehmachen und er war brillant darin», sagte Jones in einer ersten Reaktion.

Auch der britische Premierminister David Cameron reagierte betroffen. «Mein Herz ist bei seiner Familie.» Frost sei für ihn ein Freund und gefürchteter Interviewer gleichermassen gewesen.