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EU-Kommissionspräsident Juncker verzichtet auf zweite Amtszeit

Legende: Video Keine zweite Amtszeit abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.02.2017.
  • EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schliesst eine weitere Amtszeit an der Spitze der EU-Kommission aus.
  • Er werde «nicht noch einmal antreten», sagte er in einem Interview mit dem «Deutschlandfunk».
  • Juncker ist seit 2014 Kommissionspräsident. Die Amtszeit dauert noch bis 2019.

Juncker sagte in dem Interview, er habe sich im Wahlkampf 2014 «wieder neu in Europa verliebt», weil er damals diesen Farbenreichtum der Europäischen Union wiederentdeckt habe. Der Wahlkampf sei schön gewesen – «es wird aber keinen zweiten in dieser Form geben, weil ich nicht noch einmal antreten werde», sagte Juncker dem Deutschlandfunk.

«Fehlendes Grundeinverständnis»

Damals habe er aber auch gemerkt, «dass es an dem Grundeinverständnis fehlt, über die Dinge, die in Europa zu leisten sind». Einige Länder hätten gerne mehr Europa, «andere finden, dass wir schon zu viel Europa haben».

Der langjährige Luxemburger Regierungschef und Finanzminister gilt als einer der erfahrensten Europapolitiker. Von 2005 bis 2013 war er Vorsitzender der Eurogruppe. In dieser Funktion hatte er massgeblich die milliardenschweren Hilfspakete für das vom Bankrott bedrohte Griechenland mit ausgehandelt.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die alte Garde tritt langsam ab. Neue Strömungen bekommen jetzt Gewicht in Europa. Das könnte eine Chance sein, die Regeln von Europa ganz neu auszurichten und alte Ideologien vom aufgezwungenen Einheitsstaat hinter sich zu lassen. Die grenzenlose Bevormundung und Bürokratie zu zügeln und zu einem Europa der Nationen zu finden, das die wahre Stärke Europas im globalen Spiel ausspielt: Seine kulturelle Vielfalt.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Ein Spaltpilz – das zeigt das GB – ist der uneingeschränkt PFZ. In vielen EU-Staaten inkl. CH steigt das Bedürfnis eine als unkontrolliert empfundene Migration zumindest teilweise wieder selbst steuern zu können. Dass dies nicht möglich ist, wird als Ohnmacht empfunden, als Selbstaufgabe nationaler Selbstbestimmung. Die EU beharrt aber auf einer PFZ ohne Wenn und Aber. Das stösst auf Abwehr und erhöht das Risiko, dass sich nach den Briten auch andere Staaten von der EU abwenden.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die EU will offenbar nicht zur Kenntnis nehmen, dass es viele Menschen in Europa gibt, die mit der Politik und den Entscheidungen dieser EU nicht einverstanden sind. Allen voran Juncker. Mit der unbegrenzten Einwanderung ist das Fass am Überlaufen. Eine Änderung muss stattfinden. Die Ostblockstaaten profitieren am meisten von der EU, geben aber am wenigsten zurück. Glauben denn die Herren in Brüssel, sie seien von Gott persönlich ernannt und/oder auserwählt?
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