Junge Frau als Hexe verbrannt

Szenen wie in der frühen Neuzeit: In Papua-Neuguinea ist eine junge Frau gefoltert und dann bei lebendigem Leib verbrannt worden. Ihr wurde vorgeworfen, einen achtjährigen Jungen verhext zu haben und für seinen Tod verantwortlich zu sein.

Flammen

Bildlegende: Grausamer Tod: Die junge Frau kam in den Flammen ums Leben. Keystone/symboldbild

Eine 20 Jahre alte Frau in Papua-Neuguinea ist gefoltert und als angebliche Hexe verbrannt worden. Die Frau wurde beschuldigt, einen achtjährigen Jungen verhext und getötet zu haben, berichteten lokale Medien. Demnach sei sie selber Mutter eines acht Monate alten Mädchens gewesen.

Eine wütende Menschenmenge in der Stadt Mount Hagen hatte dem Opfer den Angaben zufolge die Kleider vom Leib gerissen, die Frau mit Benzin überschüttet und auf einen Scheiterhaufen aus brennenden Autoreifen geworfen. Zuvor wurde die Frau mit heissen Schüreisen gefoltert, hiess es weiter.

Feuerwehrmänner, die das Feuer löschen wollten, wurden von dem Mob vertrieben. Ein hoher Kirchenvertreter verurteilte den Mord. «Zauberei und damit verbundene Tötungen nehmen zu. Die Regierung muss ein Gesetz dagegen erlassen», sagte David Piso von der lutherischen Kirche der Tageszeitung «The National».