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International Kärnten wählt Jörg Haiders Erben ab

Den politischen Erben des Rechtspopulisten steht in Kärnten eine Niederlage ins Haus. Hochrechnungen sehen die Sozialdemokraten vorn. Für die Wahlen in Niederösterreich liegen noch keinen genauen Ergebnisse vor.

Legende: Video Haiders Erben gehen unter abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.03.2013.

Die Kärntner Wähler haben die bisher regierenden Erben des verstorbenen Rechtspopulisten Jörg Haider nach Korruptionsskandalen wahrscheinlich abgewählt: Die rechte Partei FPK mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler verlor nach Hochrechnung des ORF mehr als die Hälfte und kam auf 20,8 Prozent der Stimmen.

Dörfler.
Legende: Für Gerhard Dörfler gab's eine Klatsche. Keystone

ÖVP wird drittstärkste Kraft

Stärkste Partei wurde die sozialdemokratische SPÖ mit 34 Prozent. Damit wird der SPÖ-Spitzenkandidat Peter Kaiser wahrscheinlich neuer Landeshauptmann. «Ich bin glücklich. Das Wahlziel ist in allen Belangen erreicht worden.» Er werde mit allen Parteien Gespräche aufnehmen.

Eine Koalition mit der FPK schliesst Kaiser aber aus. Eine Dreierkoalition mit der ÖVP und den Grünen habe wahrscheinlich einen hohen Nutzwert für das Land, so der Wahlsieger.

Die konservative ÖVP kam nach ersten Schätzungen auf 17,6 Prozent. Die Grünen erhielten 10,7 Prozent, das BZÖ 6,1 Prozent. Der Milliardär Frank Stronach holte mit seinem neuen «Team Stronach» 9,2 Prozent.
 
In Niederösterreich waren die Wahllokale noch bis 17 Uhr geöffnet. Der seit zwei Jahrzehnten amtierende Landeshauptmann Erwin Pröll muss mit seiner konservativen ÖVP um seine absolute Mehrheit zittern.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Beutler, 3706 Leissigen
    Bravo, die braune Zeit ist vorbei. Ein längst fälliger Machtwechsel. Nach vielen Jahren werde ich im schönen Kärnten wieder Ferien machen. Wunderbar, dass nun nach 16 Jahren die alte, solide SPÖ dieses Land wieder führen wird. Da Rotgrün genau die Hälfte der Sitze im Parlament und in der Regierung die Mehrheit hat, ist Kaisers Wahl als Landeshauptmann so gut wie sicher.
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    1. Antwort von Peter Beutler, 3706 Leissigen
      Nach dem vorläufigen Endergebnis hat die SPÖ 37.2%, Also 3% mehr als bei der Hochrechnung, ganz zu schweigen von Meinungsumfragen. Dann sind es 24 Jahre seit dem letzten SPÖ Regierungschef, statt 16, wie ich oben geschrieben habe. Übrigens: die SPÖ hat 11%, die Grünen 6.6% dazugewonnen.
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Muss das sein, das mit dem Adjektiv bzgl. der Farbe in der Überschrift? Oder ist das verräterischer Ausdruck der politischen Gesinnung im Staatsfunk? Anscheinend sind da dem Journalisten die Zügel aus der Hand geglitten. Bitte etwas mehr Zurückhaltung im gebührenbezahlten Zwangsfunk. Danke.
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