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Kampf dem Analphabetismus Unicef bekämpft Bildungs-Krise in Krisen-Regionen

  • In Kriegs- und Katastrophengebieten ist die Analphabetenrate drei Mal so hoch wie im Rest der Welt.
  • Besonders benachteiligt sind Mädchen und junge Frauen.
  • Unicef beklagt die hohen Zahlen und fordert mehr Investitionen in die Bildung.

Fast drei von zehn jungen Menschen zwischen 15 und 24 in Krisenregionen sind Analphabeten.

Diese Zahlen sind eine starke Mahnung.
Autor: Henrietta ForeUnicef-Geschäftsführerin

Zu den Ländern mit den höchsten Analphabetenraten unter jungen Menschen zählten Niger (76 Prozent), der Tschad (69 Prozent), Südsudan (68 Prozent) und die Zentralafrikanische Republik (64 Prozent), teilt Unicef mit. Dies seien alles Staaten mit einer langen Phase der Instabilität und viel Armut.

Für die Geschäftsführerin der Unicef sind diese Zahlen eine starke Mahnung. Es zeige den tragischen Einfluss, den Krisen auf die Bildung von Kindern, ihre Zukunft und die Stabilität und das Wachstum ihrer Wirtschaftssysteme und Gemeinschaften hätten, sagt Henrietta Fore.

Ein Kind ohne Bildung, das in einem solchen Land aufwachse, habe meist nur wenig Chancen. Besonders benachteiligt seien Mädchen und junge Frauen. 33 Prozent von jenen, die in notleidenden Regionen lebten, hätten keine Möglichkeiten, auch nur Grundlagen zu lernen, bei den Jungen seien es 24 Prozent.

Bildung kann die Zukunft eines Kindes erzeugen oder zerstören.
Autor: Henrietta ForeUnicef-Geschäftsführerin

Für Fores Geschmack wird zu wenig gegen den Missstand getan. Unicef forderte die Regierungen auf, die Bildungskrise zu bekämpfen. Jungen Menschen müsse Zugang zu frühen Bildungsprogrammen geboten werden, um ihre Entwicklung zu unterstützen.

Die Investitionen in Bildung müssten steigen. Es sei wichtig für alle Kinder, so früh wie möglich die beste Bildung zu bekommen. «Bildung kann die Zukunft eines Kindes erzeugen oder zerstören», sagte Fore.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Josephk Ernstk (Joseph ernst)
    Dieses Problem muss direkt in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise gebracht werden. HILFE VOR ORT !! Und nicht die befangende, einseitige Willkommenspolitik. Auch ist es unehrlich dauernd von Arbeitsmarkt-Integration zu sprechen. Wie soll das funktionieren, wenn jegliche Grundausbildung fehlt !
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  • Kommentar von D. Crabtree (D. Crabtree)
    Nach Jahrzehnten und weitere Milliarden hat sich alles nur verschlimmert. Was dabei herauskommt, wenn eine UNO Institution Bildung anbietet mit den Steuergelder der Weltgemeinde sieht man in Palästina. Nach 70!!! Jahren sind sie immer noch gleich weit wie vor 70 Jahren. Keine Entwicklung trotz mit Milliarden subventionierten Schulen. Die UNO kann gleich ganz abgeschafft werden.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Was Menschen in Ländern, wie das unsere bewusst werden muss ist, dass jede Steuerpolitik, die es anderen Menschen + juristischen Personen ermöglicht, ja sogar ermutigt, Steuergeld dem eigenen Land zu Hinterziehen, genau solchen Missständen zudient. Ein wesentliches Anliegen aller, die sich mit Ungleichheit auseinandersetzten ist, eine Politik der Steuergerechtigkeit anzustreben. Steuerhinterziehung sollte kein Kavaliersdelikt mehr sein, sondern als Diebstahl am Gemeinwesen eingestuft werden.
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