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Kampf für saubere Luft London bittet Fahrer von Abgasschleudern zur Kasse

Je schmutziger, desto teurer wird die Fahrt in London. Seit heute erhebt die Stadt an der Themse Gebühren für Abgasschleudern.

Legende: Video London kämpft mit höherer Verkehrsmaut gegen Luftverschmutzung abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.10.2017.

Während in Deutschland beispielsweise über Fahrverbote für Dieselautos heftig gestritten wird, macht London ernst und erhöht die Gebühr für die Fahrt in die Stadt. Nach Angaben von Stadtpräsident Sadiq Khan soll die Massnahme dabei helfen, die «tödliche Luft» der britischen Hauptstadt zu säubern.

Die Abgabe von zehn Pfund (rund 13 Franken) pro Tag für alle Benzin- und Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 oder darunter muss zusätzlich zu der bereits fälligen Stau-Gebühr von 11,50 Pfund (14,90 Franken) pro Tag entrichtet werden.

Khan hatte die Massnahme im Februar angekündigt, nachdem die EU Grossbritannien angemahnt hatte, die Luftverschmutzung zu beschränken. Khan sprach in einer Mitteilung nun von «tausenden frühzeitigen Todesfällen durch Luftverschmutzung» in London.

Mit der Extra-Abgabe sollen die Londoner auch auf die Einführung einer Niedrig-Emissions-Zone im Stadtzentrum vorbereitet werden, die im April 2019 in Kraft treten soll. London ist eine der am stärksten mit Smog belasteten Städte in Europa.

Emissionsfreie Busse

Die britische Hauptstadt setzt sich ferner zusammen mit elf weiteren Grossstädten zum Ziel, ab 2025 nur noch Busse ohne CO2-Ausstoss kaufen zu wollen. In einer am Montag in Paris unterzeichneten Erklärung verpflichten sich die Stadtpräsidenten der zwölf Metropolen zudem, sicherzustellen, dass «ein wichtiger Teil unserer Stadt bis 2030 abgasfrei ist». Das soll auch helfen, Luftverschmutzung zu verringern.

Dazu wollen die Städte unter anderem dafür sorgen, dass mehr Menschen sich zu Fuss, mit dem Velo oder öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. Ausserdem sprechen sie sich für die Abkehr von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren aus. Bei der Initiative sind neben London und Paris unter anderem auch Los Angeles, Kopenhagen, Barcelona, Mailand und Mexiko-Stadt dabei.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Wieder (Thomas W.)
    scheint mir nur zum Teil um die Umwelt zu gehen. Ist wohl auch eine willkommene Einnahmequelle, denn verboten werden die Dinger ja nicht.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    London muss auch für die CH Städte das Vorbild sein, denn es ist der einzige sinnvolle Weg zur Reduzierung der Abgase. Nur m.dem appellieren an die Vernunft der Privatlenker, sprich Kampagnen für den Umstieg auf Tram, Bus, Zug oder gar das Velo, lassen sich ÖV-Muffel nicht erziehen. Nur durch Roadpricing, das bei f. Erfolg verteuert werden kann, werden d. Abgas in den Innenstädten verringert. W. dies immer noch nichts bringt werden Pkws mit der Einstufung E und G m. einem Fahrverbot belegt.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @ursus :zürich könnte eine lebare stadt mit vorbildcharakter werden wenn sie:park-und strassenflächen auf nötigste reduziert und diese für natur und mensch nutzt. wenn sie den öv für alle, stufenweise, gratis macht. wenn sie bezüglich mobilität den fussverkehr, als zweites veloverkehr und öv priorisiert. statt als finanzplatz vorne zu glänzen, wäre es une ville à la taille des femmes, des hommes et des enfants. avec un grand respect pour la nature. unseren kindern sind wir solches schuldig.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Und ich sags immer wieder: Das ganze Übel liegt an der Überbevölkerung. In den 70-ern bin ich sogar an Ostern oder Pfingsten jeweils staufrei ins Tessin gefahren und in der Stadt Zürich war das Wort Stau ein Fremdwort.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      ... was wollen sie mit den 'zuvielen' menschen machen? da schwingt doch etwas ungutes mit, das einige von uns erkennen als ein dèjà-vu. wir haben die welt, die wir haben und wahrscheinlich auch verdienen. mit dieser wirklichkeit müssen wir uns doch auseinandersetzen, oder etwa nicht?
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    2. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      ja wissen sie Frau Kunz, jeder hat sein Gärtchen für das er verantwortlich ist und dies sollte er auch pflegen. Wir hätten es schon vor längerer Zeit in der Hand gehabt die Zuwanderung selbst zu steuern.
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    3. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      @chrischi1 : DIE zuwanderung ist ein weltweites phänomen. ist es uns ernst mit beeinflussen wollen, dort wo wir könnten: müssten wir sogleich alle unterstützung an kriege stoppen. keine geld für kriege/waffen. müssten wir die globalisierten märkte, die oft eine moderne form der kolonialisierung sind, stoppen und re-lokalisieren > gäbe gutes arbeiten. kürzere wege. weniger menschen, die ihre heimat verlassen müssen und weniger, die reisen wollen, weil sie es dort, wo sie sind es nicht aushalten.
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