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International Kampf um Mossul: Neue Offensive von Westen

Mit der neuen Front wollen irakische Spezialeinheiten den Belagerungsring um Mossul enger ziehen. Auch sollen mit der Offensive wichtige Versorgungswege des IS von Mossul nach Rakka gekappt werden.

Zu sehen ist ein gepanzertes Fahrzeug der irakischen Armee.
Legende: Kurze Verschnaufpause vom Kampf gegen den IS: Ein Fahrzeug irakischer Spezialeinheiten. Keystone

Beim Rückeroberungskampf um die nordirakische Metropole Mossul von der Terrormiliz IS haben die irakische Armee und ihr Verbündeten einen weiteren Angriff gestartet – im Westen der Stadt.

Mit der Offensive will man die Versorgungswege des IS von Mossul nach Rakka kappen, sagte ein Sprecher irakischer Spezialeinheiten. Rakka liegt in Syrien und gilt als heimliche Hauptstadt der Terrormiliz.

Gleichzeitig soll der Belagerungsring um Mossul enger gezogen und die Stadt Tal Affar zurückerobert werden, sagte der Sprecher der schiitischen Milizen Haschd al-Schaabi (Volksmobilisierungseinheiten).

Neue Offensive nach Kampfpause

Bei der Offensive zur Rückeroberung Mossuls waren die irakischen Streitkräfte und kurdischen Peschmerga bislang von Norden, Osten und Süden auf die Stadt Mossul vorgerückt. Am Freitag hatten die irakischen Streitkräfte bei ihrem Vormarsch eine Kampfpause eingelegt.

Der Sprecher der Militärkoalition, US-Oberst John Dorrian, sagte in einer Videokonferenz mit Journalisten in Washington, die irakischen Verbände gruppierten sich neu und stellten sich auf die Kampfmethoden der Mossul kontrollierenden IS-Miliz ein.

Akteure der Mossul-Offensive

Die Akteure der Mossul Offensive auf Mossul

5 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    In diesem Bericht geht (bewusst) unter, dass schiitische (iranische) Kräfte diesen Angriff unterstützen. So naiv wie die USA gerne hätten, sind die Iraner eben doch nicht. Nicht das sie urplötzlich den "evakuierten" IS-Kämpfer in Syrien gegenüber stehen. Kürzlich gab es eine Annäherung zwischen einem US- und RU-Militärjet über Syrien. Das zum Thema es sind NUR syrische und russische Maschinen in Syrien aktiv. Dort tummelt sich die halbe NATO und sunnitische "Freunde" am Boden und in der Luft.
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Bingo!! Heute haben in Moskau die Aussenminister Syriens, Russlands und des Iran eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben. Im Zusammenhang dazu würde auch die Anti-IS-Operation in Mossul stehen. Die Diplomaten glauben, dass die IS-Terroristen aus Mossul nun Syrien ziehen. Der syrische Aussenminister, Walid Muallem, ging sogar noch weiter und glaubt, dass die US-Koalition die Offensive nur aus diesem Grund unterstützt.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Von einer ethischen Bindekraft der in dieser Region herrschenden Religion ist weiterhin nichts zu bemerken. Da benutzen sunnitische Daesh-Leute des IS Zivilisten als menschliche Schutzschilder und ermorden diejenigen, die sich dazu nicht missbrauchen lassen wollen. Dazu wirft Amnesty international (AI) den schiitischen Milizen Kriegsverbrechen vor. Kurzum: Mossul lässt sich kaum mehr anders als eine Zone des zivilisatorischen Verfalls beschreiben. Ende!
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Die irakischen Volksmobilisierungseinheiten sind enge Verbündete der syrischen Regierung; sie setzten sich gegen den Willen der US-Armee durch und wollen auch flüchtende IS-Kämpfer aufhalten (es gibt in letzter Zeit immer wieder Klagen der irakischen Armee, dass die US-Koalition flüchtende IS-Kämpfer nur zögerlich angreife und man darum lieber auf die irakische Luftunterstützung zähle ). Die Opferzahlen wurden "vergessen", in jedem Syrienbericht sind diese dagegen zu finden.
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    1. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      Es wäre für die US-Strategen ja auch Mehrarbeit, die IS-Kämpfer zu verfolgen und gegebenenfalls zu töten. Für jeden getöteten müssen sie ja wieder einen neuen rekrutieren, ausbilden, ausrüsten und bezahlen, damit ihre Strategie, Irak und Syrien möglichst instabil zu halten aufgeht.
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