Kampfjet-Abschuss: Russland wehrt sich

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine beschuldigt Russland der «erneuten Provokation»: Nach seinen Worten soll das russische Militär im ukrainischen Luftraum einen ukrainischen Kampfjet abgeschossen haben. Dem widerspricht Russlands Verteidigungsminister.

Ein russischer Kampfjet hat nach Darstellung der ukrainischen Armeeführung ein ukrainisches Kampfflugzeug über ihrem Staatsgebiet abgeschossen.

Das Kampfflugzeug vom Typ Suchoi-25 sei am Mittwoch von einer russischen Rakete getroffen worden, als es «seinen Dienst über dem Gebiet der Ukraine» erfüllte, erklärte der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat. Der Pilot habe mit Hilfe des Schleudersitzes überlebt.

«Absurde Anschuldigung»

Russlands Verteidigungsminister Sergey Shoygu nannte die ukrainische Anschuldigung «absurd», wie die russische Nachrichtenagentur RIA berichtet. Zugleich betonte Russlands UNO-Vertreter Vitaly Churkin auf eine entsprechende Anfrage: «Wir haben das nicht getan».

Nach Angaben der Streitkräfte ereignete sich der Vorfall im Osten der Ukraine, wo prorussische Separatisten gegen Regierungstruppen kämpfen. Ein Sprecher des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats sprach von einer «erneuten Provokation». Erst am Montag hatte die Ukraine Russland vorgeworfen, eine Militärmaschine vom Typ AN-26 abgeschossen zu haben.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schwere Menschenrechtsverletzungen in der Ostukraine

    Aus Tagesschau vom 11.7.2014

    Weiterhin ungelöst ist auch der Konflikt im Osten der Ukraine. Die ukrainische Armee hat zwar einige Gebiete zurückerobert, den Kampf um die Vorherrschaft im Osten hat die Armee damit aber noch nicht gewonnen. Der Konflikt fordert auch Opfer unter der Zivilbevölkerung. Das zeigt ein Bericht von Amnesty International. Dokumentiert sind da gravierende Menschenrechtsverletzungen.