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International Kanada: Premierminister Harper abgewählt

Die Konservativen von Premierminister Stephen Harper haben die Parlamentswahlen in Kanada verloren. Harper muss seinen Sessel räumen und dem liberalen Herausforderer Justin Trudeau Platz machen. Ersten Prognosen zufolge kommen die Liberalen alleine auf eine Mehrheit.

Legende: Video Die Liberalen haben Kanadas Parlamentswahl gewonnen abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 20.10.2015.

Nach fast zehn Jahren an der Macht muss der konservative kanadische Premierminister Stephen Harper abtreten. Gemäss ersten Prognosen zu den Parlamentswahlen kommen die Liberalen von Herausforderer Justin Trudeau auf eine Mehrheit und können damit die neue Regierung stellen.

Justin Trudeau wird damit Premierminister – wie es bereits sein Vater war: Pierre Trudeau war von 1968 bis 1979 und zwischen 1980 und 1984 Premierminister Kanadas. Der 43-jährige Justin Trudeau arbeitete unter anderem als Schauspieler, bevor er sich für die Politik entschied.

Langer Wahlkampf

Stephen Harper regierte Kanada seit 2006 und wurde seither zweimal wiedergewählt. Er hatte die Parlamentswahlen Anfang August ausgerufen. Mit elf Wochen dauerte der Wahlkampf so lange wie seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr. In Umfragen lagen die drei wichtigsten Parteien – die Konservativen, die Liberalen und die Neuen Demokraten – bis vor wenigen Wochen Kopf an Kopf, bevor die Liberalen in Führung gingen.

Der kanadische Premierminister Stephen Harper vor einem Wahllokal.
Legende: Kanadas Premierminister Stephen Harper hat die Parlamentswahl verloren. Reuters

Fiasko für Sozialdemokraten

Nicht nur für die Konservativen, sondern auch für die sozialdemokratischen Neuen Demokraten wurden die Wahlen zum Fiasko. Sie landeten abgeschlagen hinter den Liberalen und den Konservativen auf dem dritten Platz.

Der Machtwechsel dürfte zu einem Umbruch in der kanadischen Wirtschafts- und Verteidigungspolitik führen. Die Liberalen haben eine Abkehr von Harpers Sparpolitik angekündigt. Zudem wollen sie die Angriffe der kanadischen Luftwaffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien beenden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es wird einiges gehen mit Shiny Pony, im Land knallt es gerade an allen Ecken und Enden und wie sein Kollege im Süden hat der junge Mann keinen Plan. Die Vita liest sich ähnlich wie der meisten Politiker in Europa... in der freien Wirtschaft würde ihn/sie keiner einstellen. Im Prinzip wird er nur eine Puppe von Gerald Butts sein. Da kommt auf die Kanadier dann einiges drauf zu. Wird interessant sein zu sehen, wie eine der reichsten Mittelschicht der westlichen Welt zurechtgestutzt wird.
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