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Karfreitags-Prozessionen Pilger ziehen durch Jerusalem

  • Tausende Pilger sind am Karfreitag in Prozessionen durch die Jerusalemer Altstadt gezogen.
  • Am späten Vormittag führten die Franziskaner-Mönche als Vertreter der katholischen Kirche Gläubige die Via Dolorosa zur Grabeskirche hinauf.
  • Mitglieder der evangelischen Kirche waren bereits am frühen Morgen den Pilgerweg dann allerdings zur evangelischen Erlöserkirche gegangen.
Legende: Video Karfreitags-Prozessionen weltweit abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.03.2018.

An der Stelle der Grabeskirche soll nach christlicher Überlieferung Jesus begraben worden und wieder auferstanden sein. Dort werden an Karsamstag und Ostersonntag Messen gefeiert.

Der Karfreitag fällt in diesem Jahr mit dem Beginn des jüdischen Pessach-Festes zusammen. Da es sich um ein Pilgerfest handelt, wird auch am Wochenende mit zahlreichen jüdischen Besuchern in Jerusalem gerechnet. Wenige Gehminuten von der Grabeskirche entfernt steht die Klagemauer, die heute das grösste Heiligtum für Juden weltweit ist. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten.

Keine Besuche am Tempelberg

Zunächst gab es keine Berichte über besondere Vorkommnisse in Jerusalem. Das Auswärtige Amt hatte in einer Sicherheitsinformation zu erhöhter Vorsicht in der Altstadt von Jerusalem geraten. Von Besuchen des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif: das edle Heiligtum) und seiner Umgebung wird am Karfreitag abgeraten.

Die orthodoxen Kirchen feiern erst in einer Woche Ostern. Das liegt daran, dass sich Katholiken und Protestanten nach dem neueren Gregorianischen Kalender richten, die Orthodoxen aber nach dem Julianischen Kalender, dessen Daten grundsätzlich 13 Tage hinterherhinken.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Haben Sie sich auch schon überlegt, wieso Jesus vor dem Tod "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" schrie und nicht "Mein Vater......"? Im Roman "Jesus und Judas" , heute auf SRF 2/Kultur kehrte der jüdische Autor die urmenschliche Seite von Jesus hervor, der so enttäuscht von seinem, ihn verlassenen Vater war, dass er ihn nicht "Vater" nennen konnte.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Kürzlich sah ich einen sehr guten Doku-Film vom SRF über die Grabeskirche in Jerusalem. Wie sich die verschiedenen Religionsgemeinschaften in ihr benehmen, bis hin zu ausgewachsenen Handgreiflichkeiten, das war Kindergarten und Satire pur. Selten so gelacht.
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  • Kommentar von Mike Marfurt (Mike Marfurt)
    Es ist wichtig daran zu denken was am KarFreitag passiert ist. Schliesslich ist dieser Teil Geschichte und nicht nur Glauben.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Abgesehen mal von der Musik Johann Sebastian Bachs Passionen dürfen wir bei dieser Geschichte auch einen Teil Geschichtsklitterungen, die sozusagen die Juden als Hauptschuldige bloßstellen, nicht vorneweg ausschließen.
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    2. Antwort von Charles Halbeisen (ch)
      @Mike. Die Bibel ist kein historisches Lexikon und insofern macht es auch keinen Sinn, von Geschichtsverfälschung zu reden. Bis zum 2. Vatikanischen Konzil in den 60er Jahren, wurde in Karfreitagsgottesdiensten den Juden die Schuld am Tod Jesu gegeben. Dies machen heutzutage weder Katholiken noch Reformierte. Vermutlich wollten Sie das ansprechen.
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    3. Antwort von Charles Halbeisen (ch)
      Korrektur: Meine Antwort geht an xyzz und nicht an Mike Marfurt.
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    4. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @Halbeisen: Die Passionsevangelien weisen ziemlich eindeutig die Schuld am Tode Jesu den Juden zu und stellen den römischen Provinzstatthalter Pontius Pilatus, der im übrigen skrupellos kreuzigen ließ, als zögerlich und nur dem Drângen der Juden, anstelle Jesu einen Verbrecher freizulassen, dar. Und wenn ausgerechnet die Passionsevangelien als Kernpunkt christlicher Heilslehre sozusagen als nicht wörtlich verstanden werden, schafft sich das Christentum selber ab
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